Dieses Kochbuch bietet Einblicke in die preußische Hofküche mit über 50 Rezepten des Spitzenkochs Ronny Pietzner. Informative Texte zur Tischkultur und kulinarischen Vorlieben der preußischen Könige sowie historische Abbildungen und Foodfotos laden dazu ein, die preußische Küche selbst zu entdecken.
In der Art und Weise, wie Feste gefeiert werden, zeigt sich der Charakter einer Landschaft und ihrer Bewohner. Die Mark Brandenburg ist dabei mit einer gewissen Nachsicht zu betrachten. Die Kargheit der Lebensverhältnisse und das geschichtliche Schicksal haben zu einer Festkultur geführt, die mit den in dieser Hinsicht gesegneten Gebieten Deutschlands nicht mithalten kann. Aber es gibt auch hierzulande nicht nur die durchkommerzialisierten, grellbunten Stadtfeste (von denen sich das Baumblütenfest in Werder durch seine lange Geschichte abhebt). Wer die Mark mit offenen Augen durchstreift, wird nicht nur in der traditionsbewussten Niederlausitz noch so manches liebevoll gepflegte Brauchtum entdecken – sei es beim Volksfest oder zu Weihnachten.
Das Krongut Bornstedt ist Bestandteil des Ensembles berühmter Schlösser und Gärten der Stadt Potsdam. Seit seiner Neueröffnung im Jahr 2002 ist das Krongut gefragter Veranstaltungsort und fester Bestandteil der Kulturlandschaft, auch weit über die Grenzen Potsdams hinaus. Das im 12. Jahrhundert gegründete 'italienische Dörfchen', später Landsitz der Hohenzollern, wurde zu DDR-Zeiten um einige Neubauten erweitert. Nach 1999 wurden Rückbau und ursprungsgetreue Rekonstruktion in Angriff genommen. Lange war das Krongut vor allem durch seinen Friedhof bekannt, auf dem bedeutende Persönlichkeiten der brandenburgischpreußischen Geschichte, insbesondere des preußischen Hofes, begraben liegen. Dieser Band behandelt neben Geschichte, Architektur und Gartenkunst des Krongutes auch seine Wandlung zum heutigen Kulturforum und Touristenmagneten. Mit Beiträgen von Friedrich Beck, Werner Heegewaldt, Andreas Kitschke, Bernd Maether, René Schreiter und Clemens Alexander Wimmer.
Königliche Tafelkultur am preußischen Hofe war nicht nur ein Fest der Sinne und Genüsse, sondern auch immer ein Ort der Repräsentation und Kommunikation. Je nach Anlass und Art des höfischen Festes wurden die Menüfolgen, Porzellan, Tafelgeräte und die Einladungen der Gäste bestimmt. Selbst die Sitzordnung an der Tafel folgte dem höfischen Zeremoniell.
Auch wenn davon heute nur noch einzelne Weinberge und -keller zeugen, hat der Weinanbau in der Mark eine lange Tradition und war im Mittelalter ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Spätestens nach dem Dreißigjährigen Krieg begannen Branntwein und Bier ihren bis heute anhaltenden Siegeszug und eroberten die Kehlen der Verbraucher. Selbst die zunehmende Monopolisierung der Bierproduktion konnte der Unverwechselbarkeit der märkischen Bierspezialitäten nichts anhaben. Das Heft unternimmt einen Streifzug durch die märkische Geschichte der wohl ältesten Getränke der Menschheit, ohne die Kultur kaum denkbar ist.