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Der Gro ßinquisitor

Viac o knihe

Leise und unauffällig erscheint Er unter den Menschen, und doch erkennen Ihn alle. Das Volk drängt sich mit unbezwinglicher Gewalt an Ihn heran, umgibt und folgt Ihm. Schweigend schreitet Er mit einem stillen Lächeln unendlichen Mitleids. Die Sonne der Liebe brennt in seinem Herzen, und aus seinen Augen strömen Licht und Kraft, die die Herzen der Menschen erwecken. Er streckt seine Hand aus, segnet sie, und aus seiner Berührung fließt heilende Kraft. Ein Greis, der seit seiner Kindheit blind war, ruft: „Herr, heile mich, damit ich Dich erkenne!“ Und siehe, er sieht. Tränen stehen in den Augen der Menschen, das Volk küsst die Erde, über die Er wandelt. Die Kinder werfen Blumen und singen Lieder. Er kommt vor die Kathedrale, wo eine Prozession einen weißen Kindersarg trägt, darin ein siebenjähriges Mädchen, die Tochter eines angesehenen Bürgers. Die weinende Mutter ruft: „Wenn Du es bist, dann wecke mein Kind vom Tode auf!“ Der Priester, der dem Sarg entgegenkommt, ist verwirrt. Die Mutter wirft sich zu seinen Füßen und fleht um das Leben ihres Kindes. Der Sarg wird niedergelegt, und Er spricht: „Talifa kumi.“ Das Mädchen erhebt sich im Sarg, hält ein Sträußlein weißer Rosen und blickt erstaunt um sich. Das Volk ist bewegt, Stimmen und Schreie durchdringen die Luft. In diesem Moment geht der Kardinal, der Großinquisitor, vorbei, ein Greis in einfacher Mönchskutte, der nicht in seinen prunkvollen Gewändern erscheint.

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Der Gro ßinquisitor, Fiodor Michajlovič Dostojevskij

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Rok vydania
2023
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