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Polyhistorizität im öffentlichen Raum

Zur Konzeptualität und Funktion semiotisch-diskursiver Raum-Zeit-Aneignungen am Wiener Heldenplatz

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Der Wiener Heldenplatz ist ein eindeutig vieldeutiger Raum. Staatliche und zivilgesellschaftliche Praktiken vor Ort formen diesen zentralen Ort Wiens ebenso wie Diskussionen über ihn. Die imperialistische Architektur, die Folgen von Hitlers sogenannter 'Anschlussrede' 1938 oder auch traditionalisierte Gedenkveranstaltungen sind zentral in der diskursiven Konstruktion dieses 'historischen' und 'öffentlichen' Raumes. Einer diskurslinguistischen und interdisziplinären Perspektive folgend, geht diese Untersuchung nun den Prozessen der Wissenskonstruktion, den zugeschriebenen Werten (Ideologien) und sozialen Positionierungen einerseits in dem materiellen Datenfeld der Semiotic Landscape und andererseits in Online-Berichten aus Tageszeitungen nach. Die allgemeine konzeptuelle Diskussion und die detaillierten Analysen von Gedenkpraktiken, Protesten und Praktiken des Alltags bzw. von Berichten über sie zeigen den materiellen Ort, wie er von mehrschichtigen diskursiven Räumen und Zeitschichten durchwoben ist und funktionell in gesellschaftliche Praktiken - z.B. zur Konstruktion 'der' Identität und Geschichte Österreichs - eingebunden ist. Raum und Historizität sind letztlich zentrale Bestandteile von Gesellschaftskonstruktionen.

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Polyhistorizität im öffentlichen Raum, Christian Bendl

Jazyk
Rok vydania
2021
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Titul
Polyhistorizität im öffentlichen Raum
Podtitul
Zur Konzeptualität und Funktion semiotisch-diskursiver Raum-Zeit-Aneignungen am Wiener Heldenplatz
Jazyk
nemecky
Vydavateľ
De Gruyter
Rok vydania
2021
Väzba
pevná
Počet strán
318
ISBN13
9783110748413
Série
Anotácia
Der Wiener Heldenplatz ist ein eindeutig vieldeutiger Raum. Staatliche und zivilgesellschaftliche Praktiken vor Ort formen diesen zentralen Ort Wiens ebenso wie Diskussionen über ihn. Die imperialistische Architektur, die Folgen von Hitlers sogenannter 'Anschlussrede' 1938 oder auch traditionalisierte Gedenkveranstaltungen sind zentral in der diskursiven Konstruktion dieses 'historischen' und 'öffentlichen' Raumes. Einer diskurslinguistischen und interdisziplinären Perspektive folgend, geht diese Untersuchung nun den Prozessen der Wissenskonstruktion, den zugeschriebenen Werten (Ideologien) und sozialen Positionierungen einerseits in dem materiellen Datenfeld der Semiotic Landscape und andererseits in Online-Berichten aus Tageszeitungen nach. Die allgemeine konzeptuelle Diskussion und die detaillierten Analysen von Gedenkpraktiken, Protesten und Praktiken des Alltags bzw. von Berichten über sie zeigen den materiellen Ort, wie er von mehrschichtigen diskursiven Räumen und Zeitschichten durchwoben ist und funktionell in gesellschaftliche Praktiken - z.B. zur Konstruktion 'der' Identität und Geschichte Österreichs - eingebunden ist. Raum und Historizität sind letztlich zentrale Bestandteile von Gesellschaftskonstruktionen.