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Ludger Schwarte

    29. december 1967
    Notate für eine künftige Kunst
    Qualitäten der Freiheit
    Denken in Farbe
    Politik des Ausstellens
    • Denken in Farbe

      Zur Epistemologie des Malens

      • 420 stránok
      • 15 hodin čítania

      Was erfassen wir nicht durch Formen sondern durch Farben? Was erkennen wir durch das Färben besser als durch das Messen und Zählen? Malen gehört zu den ältesten und grundlegendsten Kulturtechniken der Menschheitsgeschichte. Die Arbeit an farblicher Gestaltung, durch die sich das Malen vom bloßen Anstreichen abhebt, bildet dabei ein eigenes visuelles Denken aus. Dieses „Denken der Malerei“, von dem Maurice Merleau-Ponty, Louis Marin, Jean-François Lyotard, Gilles Deleuze und Georges Didi-Huberman sprechen, wäre allerdings als praxisgeleitete Kognition, als verkörpertes Wissen oder als Reflexion medialer Vollzüge zu ungenau verstanden. Angesichts der kulturhistorischen Vielfalt malerischer Praktiken wird es nicht ausreichen, Malerei als Medium, als Dispositiv oder als Formation zu analysieren. Ludger Schwarte untersucht daher in seinem neuen Buch, was wir durch und in Farbe lernen: Was ist die epistemische Bedeutung des Färbens? Schwarte geht von der Hypothese aus, dass Malerei dem auf der Spur ist, was wir nur aufgrund gestalteter Farbigkeit sehen, imaginieren, denken können. Anstatt Farben deshalb wie ein Großteil ästhetischer Theorien nur als Beiwerk, Zierrat oder Träger der Formen abzuwerten, lenkt Schwartes Untersuchung unsere Aufmerksamkeit auf die Plastizität und Interaktivität der Farben. So wird schließlich sichtbar, was sich über die Welt erfahren lässt, wenn wir sie färben.

      Denken in Farbe
    • Notate für eine künftige Kunst

      • 119 stránok
      • 5 hodin čítania

      Gegen die moderne hat sich die zeitgenössische Kunst, auch als ideologisches Projekt, durchgesetzt: Ihr Kennzeichen ist der Stillstand, die Unbeendbarkeit der Gegenwart. Kunstwerke treten als zeitgeschichtliche Dokumente und Bezeugungen des Latenten auf. Wäre Kunst nur vergangene oder Gegenwartskunst, wäre sie überhaupt keine Kunst. Eine Analyse der künstlerischen Kreativität im Unterschied zu anderen ästhetischen Praktiken zeigt: Kunst ist weder historische Vertiefung der Aktualität noch Vergegenwärtigung des Vergangenen. Sie hat einen wesentlich anderen Zeitbezug: Futurität. Die Epoche der zeitgenössischen Kunst geht zu Ende. Sie wird beendet von künftiger Kunst. Anstatt der Dokumentation ihrer eigenen Vorgeschichte wird künftige Kunst mögliche Orientierungspunkte der Selbstveränderung veröffentlichen. Ludger Schwarte (*1967), Philosoph und Literat, lehrt an der Kunstakademie Düsseldorf. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Ästhetik, Politische Philosophie, Wissenschafts- und Architekturtheorie und Philosophie des Rechts.

      Notate für eine künftige Kunst