Peter Gemeinhardt untersucht die Geschichte des Christentums in den ersten sechs Jahrhunderten, unterteilt in drei Phasen: Formierung, Stabilisierung und Pluralisierung. Er beleuchtet die innere Pluralität des spätantiken Christentums und die Entwicklung christlicher Identität, einschließlich der Rolle von Theologie und Institutionalisierung in einem vielfältigen religiösen Kontext.
Bildung und Religion von der römischen Kaiserzeit bis zum klassischen Islam
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Die Autoren der Beiträge dieses Bandes untersuchen die Interaktion von Bildung und Religion in den Kulturen des Mittelmeerraums und des Nahen Ostens über mehr als ein Jahrtausend hinweg. Der Bogen spannt sich von Qumran am Toten Meer über die griechisch-römische Antike und das frühe Judentum und Christentum bis zum klassischen Islam. Leitfragen sind dabei: Wie werden Bildungsideale und Bildungspraktiken über religiöse Differenzen hinweg tradiert? Und inwiefern dienen Bildung und Erziehung als Fundamente für religiöse Identitäten? Die Beiträge gehen aus einer Vorlesungsreihe des Forschungszentrums EDRIS (Education and Religion From Early Imperial Roman Times to the Classical Period of Islam) an der Universität Göttingen hervor. Sie zeigen Wege zur interdisziplinären Erforschung eines Themas auf, das von historischem Interesse, aber auch von hoher Aktualität ist. Mit Beiträgen von: Lale Behzadi, Ulrike Egelhaaf-Gaiser, Therese Fuhrer, Peter Gemeinhardt, Sebastian Günther, Ingrid Hehmeyer, Reinhard Kratz, Johan Leemans, Ferdinand Prostmeier, Udo Schnelle, Gregor Schoeler, Günter Stemberger, Martin Tamcke, Christian Tornau
Von den frühchristlichen Märtyrern bis zur Gegenwart
Warum und wozu gibt es die Heiligen? Peter Gemeinhardt bietet einen
kenntnisreichen Überblick über die Geschichte der Heiligenverehrung von den
antiken Märtyrern über mittelalterliche Missionare, Mystiker und Asketen bis
zu den Heiligen der Neuzeit. Er stellt beispielhafte große Heilige vor - etwa
Antonius, 'Sankt Martin', Bernhard von Clairvaux, Franz von Assisi oder
Elisabeth von Thüringen - und erklärt, wie in der Vergangenheit und heute
Heilige 'gemacht' werden.