Ausgehend von der breiten Wirkmacht, die Komponistenfilme bis heute entfaltet haben, entwickelt diese Monografie eine neue und umfassende Darstellung des Genres und berücksichtigt dabei besonders seine Vorläufer in Komponistenromanen, Musiktheater und bildender Kunst. Ausgewählte Komponistenfilme von "Mozart" (1955) über "Kinski Paganini" (1989) zu "Maestro" (2023) werden in ihrer jeweiligen medialen Disposition, insbesondere in Bezug auf das dynamische Verhältnis zwischen Skript, Bild und Ton, neu beleuchtet. Komponisten-Biopics sind aus dieser Perspektive medial verdichtete Rezeptionsgeschichten, die ausgehend vom schillernden Leben der Gefeierten mit ebensolcher Berechtigung deren "Nachleben" und vielfältige Wirkungsradien miteinbeziehen. Dabei steht fast nie die Suche nach biografischer Korrektheit im Zentrum. Vielmehr werden auf der Suche nach den Geheimnissen von Kreativität und musikalischer Inspiration immer neue Formen filmischer Fantasie in facettenreichen Text-Bild-Ton-Kombinationen geschaffen, die Leben und Werk in neuem Licht erscheinen lassen.
Stefan Schmidl Knihy




"... eine Quelle von vielen Vergnügungen"
Schubert am Land. Der Komponist und Atzenbrugg
- 159 stránok
- 6 hodin čítania
Franz Schubert und sein Freundeskreis in AtzenbruggAnlässlich der Neueröffnung des Schubert-Schlosses im niederösterreichischen Atzenbrugg erscheint dieser begleitende Bild- undTextband. Die Publikation spannt einen Bogen vom Gedenken an das Leben und OEuvre des Komponisten über seinen Freundeskreis bis zu den Landpartien und Schubertiaden in Atzenbrugg. Neben fundierten Essays rund um Leben und Werk Franz Schuberts stellen zahlreiche Abbildungen das modernisierte Museum sowie den Park in seiner Neugestaltung optisch ansprechend dar.
Die ewige Schlacht
Stalingrad-Rezeption als Überwältigung und Melodram
Die Wachau-Filme: Die Inszenierung einer Landschaft von den 1930er Jahren bis 2018 Die Wachau ist eine der legendärsten Landschaften Österreichs – ein Rang, der sich nicht nur ihrer tatsächlichen Schönheit verdankt, sondern auch ihrer Inszenierung im Film. Bereits elf Jahre nach Patentierung des Kinematographen wurde erwogen, die Wachau in Form einer Donaufahrt auf die Leinwand zu bringen. Seitdem sind zahllose weitere, berühmte und weniger berühmte Filme gefolgt. Dieses Spektrum bildet den Gegenstand einer ersten monografischen Auseinandersetzung. Dabei wird deutlich, wie die Mythisierung der Wachau mit audiovisuellen Mitteln vorangetrieben wurde und zu den unterschiedlichsten Einschreibungen und Akzentuierungen geführt hat. So ist nachzuverfolgen, wie die Region als Stätte der Weltgeschichte gezeigt wurde, als Postkartenidylle oder auch als erhabene Landschaft. Eine umfassende Filmografie rundet die Bestandsaufnahme des nationalen wie internationalen Wachaufilms ab.