Martha Vogelers Lebensweg wird in diesem dritten Band ihrer Biografie eindrucksvoll nachgezeichnet, während sie 1920 mit ihren drei Töchtern ein neues Leben im Schluh beginnt. Dort errichtet sie bedeutende Einrichtungen wie eine Pension und ein Heimatmuseum, die das kulturelle Erbe Worpswedes bereichern. Die Erzählung beleuchtet nicht nur ihre Herausforderungen in den turbulenten Jahrzehnten, sondern auch die inspirierenden Menschen, die sie umgeben, darunter Künstler und Widerstandskämpfer. Unveröffentlichte Quellen und Fotos geben dem Leser einen lebendigen Einblick in ihr Leben und die Atmosphäre des Schluhs.
Gudrun Scabell Poradie kníh (chronologicky)



Martha Vogeler, die Ehefrau und einstige Muse des Künstlers Heinrich Vogeler, bleibt im Sommer 1914 mit ihren drei Töchtern allein auf dem Barkenhoff, während ihr Ehemann sich freiwillig zum Militär meldet. Ihre Ehe ist zerrüttet, und Martha führt seit drei Jahren eine Liebesbeziehung zu Ludwig Bäumer, einem ehemaligen Jurastudenten. Ein Jahr später wird auch er als Soldat eingezogen. Dieser zweite Band der Biografie beleuchtet Martha Vogeler während des Ersten Weltkriegs anhand weitgehend unveröffentlichten Materials. Er erzählt von den Menschen auf dem Barkenhoff, der einstigen Muse, und den turbulenten politischen Ereignissen danach. Martha engagiert sich aktiv, bildet sich politisch fort und unterstützt ihren Geliebten. Die Erzählung umfasst die Revolutionswirren, die kurze Phase einer sozialistischen Republik in Bremen, die Räterepublik und die erste Kommune auf dem Barkenhoff. Martha wird als mutige, emanzipierte Frau dargestellt, die politisch links von der Sozialdemokratie steht. Ihre große Liebe zu Ludwig Bäumer wird auch durch die Dada-Kunst von Kurt Schwitters in der Assemblage „Das Bäumerbild“ reflektiert. Die unruhigen Jahre des Ersten Weltkriegs und die bewegte Zeit danach aus Martha Vogelers Perspektive sind nicht nur neu, sondern auch spannend.