Yafeng Duan: form of the formless
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Am wichtigsten beim Malen ist es, den Kopf auszuschalten und sich leiten zu lassen, sagt der deutsch-chinesische Maler Yafeng Duan, der 1973 in Hebei geboren wurde und jetzt in Berlin lebt. In welcher Weise wirken die Farben, wie verhalten sich Leinwand und Papier, wohin führt der Pinsel die Hand? Luftig und dicht, hell und dunkel, innere und äußere Welt, breite Pinselstriche und feine Linien in der Tradition der Tuschemalerei, Widerstand und Fluss, feste Oberflächen und schwebende Farben. All dies entspricht, so Duan, dem Rhythmus des Ein- und Ausatmens. Hinzu kommt das Element des Zufalls, das ohne esoterische Konnotationen ins Spiel gebracht werden kann, wie zum Beispiel mit der Kompositionstechnik von John Cage, der das „I Ching“ als Strukturprinzip heranzog. Ideen von Form sind somit unweigerlich mit prozeduralen Fragen verknüpft: In welcher Weise beeinflusst der Zufall das Werk, wie viel davon ist gut für es? Ursprünglich aus dem Taoismus stammend, werden die Prinzipien von Yin und Yang dann fast unvermeidlich herangezogen. Ursprünglich standen diese Begriffe für die „Dunkelheit und das Südufer des Flusses“, für einen „schattigen Ort“ (Yin) und im Gegensatz dazu für das „Helle der Sonne“ (Yang).
