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Sibylle Lacan

    Suhrkamp Taschenbuch - 3181: Ein Vater
    Ein Vater
    • Suhrkamp Taschenbuch - 3181: Ein Vater

      • 68 stránok
      • 3 hodiny čítania

      Sibylle Lacan (1940 - 2013) schlägt in ihren beiden veröffentlichten Büchern (hier in einem Band vereint: Ein Vater und Puntos suspensivos) „Fäden“ vor, um zwei Puzzle aus kleinen Details zu erstellen, die uns nicht nur die Figuren ihres Vaters und ihrer Mutter, sondern die gesamte Ausdehnung eines mit Schmerz gelebten Lebens präsentieren. Ein Leben, aus dem sie keinen Tropfen Mitleid destilliert haben wollte, sondern im Gegenteil: das klare Bewusstsein, das erreicht zu haben, was sie beim Schreiben so sehr suchte: eine Selbstbehauptung, in der sie versöhnt endet. Jean Ristat sagte über sie: „Es gibt einen eigenen Ton von Sibylle Lacan, der aus Einfachheit, sensibler Zurückhaltung, Scham und zurückhaltender Emotion besteht, so wie man an der Oberfläche eines scheinbar ruhigen Wassers die Faltung eines Schimmers, die Spur eines gewaltsamen inneren Kampfes sieht: die Manifestation des Lebens, dessen Schreiben das Instrument gegen den rachsüchtigen Tod ist. In diesen Seiten finden wir weder Pathos noch Gefälligkeit in der Evokation des Schmerzes, sondern eine Kunst der Anspielung, wo Zärtlichkeit und Großzügigkeit die Zeichen der Bekräftigung einer heute gelassenen Frau sind, die nach einer langen Rückeroberung ihrer selbst die Welt mit Liebe und Großzügigkeit betrachtet.“

      Suhrkamp Taschenbuch - 3181: Ein Vater2000
    • Ein Vater

      • 78 stránok
      • 3 hodiny čítania

      „Ein Vater“ mag durch den Gebrauch des unbestimmten Artikels als Paradox erscheinen, zumal wenn man weiß, dass die Autorin Tochter des Psychoanalytikers Jacques Lacan ist. Doch der Titel ist Programm und bezeichnet allein den „Vater, der er für mich war.“ In der Beziehung einer jeden Tochter zu ihrem Vater ist ein Stück Hölle. Was von dieser Not bleibt, wenn die Zeit vergeht, und von ihr Zeugnis ablegt, ist die wunde Liebe, Verletzung am Ort unserer Sprache. Deshalb läßt sich dieses Buch weder als Roman noch als Autobiographie definieren: es zeugt vielmehr von der unbedingten Suche nach Ausdruck einer innerne Wahrheit, durch die eine Frau ihre eigene Sprache erkämpft.

      Ein Vater1999