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Etienne François

    Deutsche Erinnerungsorte
    Deutsche Erinnerungsorte II.
    Deutsche Erinnerungsorte. Bd.1
    Deutsche Erinnerungsorte Band III. Ausgezeichnet mit dem Preis Das Historische Buch, Kategorie Zeitgeschichte 2001
    Deutsche Erinnerungsorte. III
    Deutsche Erinnerungsorte Band I. Bd.1
    • Deutsche Erinnerungsorte Band I. Bd.1

      Ausgezeichnet mit dem Preis Das Historische Buch, Kategorie Zeitgeschichte 2001

      • 725 stránok
      • 26 hodin čítania

      Ein historisches Jahrhundertunternehmen: In vierzig klugen und glänzend geschriebenen Beiträgen präsentieren herausragende Autoren aus dem In- und Ausland die wichtigsten Bezugspunkte im kulturellen Gedächtnis der Deutschen. Der erste Band ist der Auftakt zu einem einzigartigen Abenteuer Geschichte. Die Erinnerung wird als ein dynamisches, emotionales Netz beschrieben, das nicht nur Individuen, sondern auch Gemeinschaften prägt. Gedenkfeiern, Denkmäler, Mythen und Rituale sowie die Beschwörung "herausragender" Persönlichkeiten und Ereignisse bilden die emotionalen und oft umkämpften Bezugspunkte im kollektiven Gedächtnis einer Nation. Diese "Topographie" deutscher Erinnerung umfasst insgesamt drei Bände mit über 100 Beiträgen, die nicht nur die Geschichte der Erinnerungsorte beleuchten, sondern auch deren Entstehung als "loci memoriae". Es wird untersucht, wie und warum diese Orte zu Kristallisationspunkten des kollektiven Gedächtnisses wurden und wie sich deren Bedeutungsgehalt im Laufe der Geschichte bis in die Gegenwart verändert hat. Das Ergebnis ist kein nostalgisches Werk, sondern ein Buch der Entdeckungen und kritischen Auseinandersetzung mit der Geschichte, das als Beispiel lebendiger Erinnerungskultur dient und in dieser Form in Deutschland einzigartig ist.

      Deutsche Erinnerungsorte Band I. Bd.1
    • Vergangenheit lebt durch Erinnerung und stirbt durch Vergessen. In allen Gesellschaften besteht die Gefahr, Vergangenheit selektiv zu verformen und Erinnerungspolitik zu betreiben. Die Geschichte der Deutschen ist ein lehrreiches Beispiel dafür. Viele Beiträge im zweiten Band der Reihe behandeln dieses Problem. Die Texte gruppieren sich um Begriffe wie "Revolution", "Disziplin" oder "Leistung", die typisch deutsche Konnotationen tragen. Die "ordnungsgemäße" Abwicklung von Revolutionen ist in der deutschen Geschichte ausgeprägt, wobei "Achtundsechzig" als Ausnahme erscheint. Heinz Bude, Soziologie-Professor, analysiert nüchtern die "Bewegung und den Bewegten" und entlarvt den Mythos, während 1968 dennoch als "sicherer Erinnerungsort im Kollektivgedächtnis" bestehen bleibt. Auch die Fußball-Bundesliga, ein Kind der Bundesrepublik, ist eng mit Mythenbildung und emotionaler Beteiligung verbunden. Gunter Gebauer zeigt, wie diese Institution die Entwicklung der bundesdeutschen Gesellschaft widerspiegelt. Ute Frevert thematisiert in ihrem Artikel "Pflicht" den Wandel des Begriffs, der von einer hohen Wertschätzung im wilhelminischen Deutschland über die Perversion zwischen 1933 und 1945 bis zu seiner "Beerdigung" durch Oskar Lafontaine 1982 reicht. Trotz dieser Veränderungen blieben Kontinuitäten bestehen, etwa in der Wahrnehmung der Wehrpflicht und der Steuerpflicht.

      Deutsche Erinnerungsorte II.
    • „Ein Pionierwerk ohne Konkurrenz.“ Hans-Ulrich Wehler, DIE ZEIT In über 120 Beiträgen bieten die „Deutschen Erinnerungsorte“ ein einzigartiges, spannend zu lesendes Panorama deutscher Geschichte und zugleich ein herausragendes Beispiel lebendiger Erinnerungskultur. Von Canossa bis zum Reichstag, vom Nibelungenlied bis zur Familie Mann, vom Weißwurstäquator bis zur Berliner Mauer, vom Dolchstoß bis zu Willy Brandts Kniefall in Warschau - in insgesamt 40 ebenso klugen wie glänzend geschriebenen Beiträgen präsentieren herausragende Autoren aus dem In- und Ausland die wichtigsten Bezugspunkte im kulturellen Gedächtnis der Deutschen. Der erste Band der „Deutschen Erinnerungsorte“ eröffnet ein faszinierend neues Panorama deutscher Geschichte und Erinnerungskultur.

      Deutsche Erinnerungsorte
    • Vergangenheit lebt durch die Erinnerung und stirbt durch das Vergessen. Genau so sicher, wie es dabei verschiedene Wege des Erinnerns gibt, existiert in allen Gesellschaften die Gefahr, Vergangenheit selektiv zu verformen, zu instrumentalisieren und damit Erinnerungspolitik zu betreiben. Gerade die Geschichte der Deutschen ist hierfür ein lehrreiches Beispiel. Viele Beiträge im zweiten Band der Reihe Deutsche Erinnerungsorte behandeln dieses Problem oder streifen es zumindest.Wie bereits beim ersten Band gruppieren sich die Beiträge wiederum um bestimmte Begriffe wie "Revolution", "Disziplin" oder "Leistung", die zumindest über eine typisch deutsche Konnotation verfügen. So ist beispielsweise die Art der "ordnungsgemäßen" Abwicklung von Revolutionen in der deutschen Geschichte sicherlich weitaus mehr zu Hause als in anderen Nationalhistorien. Eine gewisse Ausnahme bildet hierbei auf den ersten Blick "Achtundsechzig". Auf welch tönernen Füßen dieser unterstellte Ausnahmecharakter allerdings steht, wird sehr schnell deutlich, wenn Heinz Bude, Soziologie-Professor aus Kassel mit sicherem Blick der "Bewegung und den Bewegten" den mythologischen Mantel abstreift und diese Erscheinung nüchtern in das Werden und Vergehen sozialer Bewegungen einordnet. Dennoch sind ja auch Mythen wirkmächtig und so wird 1968 als "sicherer Erinnerungsort im Kollektivgedächtnis" noch lange weiter wirken.Sehr viel mit Mythenbildung und der "Erzeugung von Welten mit emotionaler Beteiligung" hat auch ein anderes Kind der Bundesrepublik, die Fußball-Bundesliga, zu tun. Gunter Gebauer, Professor für Sportwissenschaft, führt diese "Institution" gekonnt als Spiegel- und Zerrbild der Entwicklung der bundesdeutschen und nach 1990 der gesamtdeutschen Gesellschaft vor.Den Konjunkturverlauf von Begriffen demonstriert die Geschichtsprofessorin Ute Frevert in ihrem Artikel "Pflicht". Ehemals hoch dekoriert im wilheminischen Deutschland, zwischen 1933 und 1945 durch die kompromisslose Ausrichtung am "Führerwillen" pervertiert, wurde "Pflichterfüllung" mit Oskar Lafontaines Qualifizierung als "Sekundärtugend" 1982 wohl "öffentlichkeitswirksam beerdigt". Dabei gab es aber auch durchaus Kontinuitäten: War die Pflichterfüllung nach außen (Wehrpflicht/Landesverteidigung) immer als besonders wichtig eingestuft worden, so erfreute sich die Steuerpflicht zu keiner Zeit großer Beliebtheit.--Dr. Manfred Schwarzmeier

      Deutsche Erinnerungsorte II: Ausgezeichnet mit dem Preis Das Historische Buch, Kategorie Zeitgeschichte 2001