Thomas Mann ist als Schriftsteller gescheitert. Seitdem das Manuskript seines Romans „Buddenbrooks“ auf dem Postwege unwiederbringlich verlorenging, ist er heruntergekommen, lethargisch und unfähig zu jeder weiteren schöpferischen Tätigkeit. In Wien macht er die Bekanntschaft mit einem 20-jährigen Sonderling und angehenden Kunst- und Postkartenmaler aus Linz, dessen Willenskraft und Glaube an die eigene Sendung ihn immer wieder in Erstaunen setzen. Die eigentümliche Freundschaft zwischen Hofoper und Männerheim führt die beiden nach München-Schwabing und neue Verwicklungen. Thomas Manns Abkehr von dem gemeinsamen Idol Richard Wagner leitet schließlich den Bruch ein, noch gravierender jedoch ist seine Hinwendung zu einer schönen Jüdin und der wohl glänzendsten Partie der Stadt. Aber der Kriegsausbruch im August 1914 verändert alles, noch einmal finden die Freunde zusammen, ehe sie in der Katastrophe enden, als hätten beide niemals existiert: eine bleiche Erinnerung, ein dunkles Gerücht.
Werner Bräuninger Knihy
Nemecký historik sa zameriava na nemecký odboj proti nacionálnemu socializmu a opozičné tendencie v rámci nacionálneho socializmu voči Hitlerovi. Jeho práca osvetľuje komplexné a často nebezpečné snahy o odpor v temnom období nemeckých dejín. Skúma motivácie, stratégie a dilemy tých, ktorí sa postavili proti vtedajšiemu režimu, a ponúka hlbšie pochopenie týchto kľúčových historických udalostí.






Die Vielzahl an Biographien über Hitler ist überwältigend und oft von der Suche nach sensationellen Enthüllungen geprägt. Was bisher fehlte, ist eine Darstellung, die seinen Werdegang und Einfluss dokumentiert, ohne in eine geschichtswidrige Glorifizierung oder unreflektierte Verdammung zu verfallen. Werner Bräuninger verfolgt Hitlers kometenhaften Aufstieg vom „armen Teufel zum Herrn über Deutschland“ und beleuchtet seine Fähigkeiten, Irrtümer, Leistungen und Verbrechen, die historisch einzigartig sind. Mit einer essayistisch-künstlerischen Annäherung gewährt der Autor Einblicke in einen Lebensweg, der beispiellos bleibt. Er beschreibt Hitlers Herkunft, Kindheit und Jugend in Linz und Wien, seine Zeit als Frontsoldat im Ersten Weltkrieg, sowie seinen Aufstieg zum Parteiführer der NSDAP, Reichskanzler und Feldherr. Bräuninger blickt nicht nur auf Hitler, sondern auch in ihn hinein und stellt Fragen, die bisher unbeantwortet blieben. Er beleuchtet Hitlers Verehrung Richard Wagners, seine Sicht auf die Reichsidee, moderne Wirtschaftsauffassungen, seine bio-politisch fundierte Weltanschauung und seinen Antisemitismus. Auch Hitlers Privatleben, sein Künstlertum, seine Beziehung zur Kirche, seine Außenpolitik und der Umgang mit Rückschlägen werden eingehend untersucht. Ein facettenreiches Mosaik des Mannes, der sowohl Realpolitiker als auch Visionär war.
Odeonsplatz
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Ein unbekannter Namenloser lauschte am 2. August 1914 auf dem Münchner Odeonsplatz der Verkündung der deutschen Mobilmachung. Keine zwei Jahrzehnte später war er Kanzler des Deutschen Reiches: Adolf Hitler.
So gut auch die Zeit des Dritten Reiches erforscht ist, so wenig bekannt ist die Mentalitätsgeschichte dieser Zeit, insbesondere, was die Motive und geistigen Hintergründe jener konservativen und rechten Intellektuellen betrifft, die nur zu oft zwischen Hingabe, innerer Emigration und offenem Widerstand schwankten. 14 Essays über Vertreter der „Inneren Emigration“, NS-Dissidenten und Bruchlinien jener Zeit. Behandelt werden u. a. Arno Breker, Ernst Jünger, Winifred Wagner, Leni Riefenstahl und Ernst Kantorowicz, der deutsch-jüdische Historiker aus dem Kreis um Stefan George. Auch dem „NS-Vorzeigephilosoph“ Alfred Baeumler, dem ehemaligen Generalintendant des Weimarer Nationaltheaters Hans Severus Ziegler, Hans-Peter des Coudres, einst Bibliothekar der SS auf der Wewelsburg, dem Historiker Christoph Steding und dem Dichter Ernst Bertram, einem engern Freund Thomas Manns, sind Kapitel gewidmet, daneben der für die Geschichte der „Inneren Emigration“ wichtigen Literaturzeitschrift „Das innere Reich“ sowie der deutschen Wochenzeitung „Das Reich“, zu deren Mitarbeitern u. a. Marion Gräfin Dönhoff gehörte. Der Autor: Der Autor veröffentlichte zuletzt ein Buch über „Hitlers Kontrahenten in der NSDAP“ (Herbig, 2004) und eine Biographie über Claus Schenk Graf von Stauffenberg (Karolinger, 2002).
Claus von Stauffenberg
Die Genese des Täters aus dem Geheimen Deutschland
„Es lebe das geheime Deutschland!“ soll Claus von Stauffenbergs letzter Ruf gewesen sein, bevor er in der Nacht des 20. Juli 1944 im Hof des Bendlerblocks erschossen wurde. Seine Herkunft aus dem Kreis des Dichters Stefan George, des „Künders des Neuen Reiches“, prägte Stauffenberg nachhaltig. Ab 1942, als er von den Gräueltaten in den Lagern im eroberten Osten erfuhr, wuchs sein Wille, diesen Zustand zu beenden, was ihn schließlich zum Attentat auf Adolf Hitler führte. Der George-Kreis bestärkte in ihm das Gefühl des Auserwähltseins und hob ihn als späteren „Täter“ hervor. Die Begegnungen Stauffenbergs mit George und seinem Kreis, die Beziehung des Geheimen Deutschland zur NSDAP, sowie Themen wie Antisemitismus, die Reichsidee und der Preußische Stil werden behandelt. Auch die Problematik des homoerotischen Männerbunds, Stauffenbergs Werdegang in der Reichswehr und Wehrmacht, seine ersten Zweifel an Hitlers Politik und das Attentat am 20. Juli 1944 stehen im Fokus. Werner Bräuninger, geboren 1965, hat sich mit Beiträgen über Ernst Jünger, den „faschistischen“ Stil und die „Konservative Revolution“ hervorgetan und veröffentlichte mehrere Bücher über die Opposition im nationalsozialistischen Staat, zuletzt über die Flosse des Leviathan.
