V marci 1925 píše Mia Hesse, prvá manželka Hesseho a matka jeho troch synov, priateľke: „Už sa s ním necítim spojená. Nikdy sa už nemôžem podriadiť jeho nadradenosti. To je za mnou, pretože mi môže dať iba ako básnik.“ Hermann Hesse bol už desať mesiacov ženatý s dvadsať rokov mladšou speváčkou Ruth Wenger, od ktorej sa v roku 1927 rozviedol, aby o štyri roky neskôr oženil s devätnásť rokov mladšou Ninon Dolbin-Ausländer. O Hesseho diele je známe takmer všetko, no o jeho ženách sa vie málo. Iba jedna z jeho manželiek, Ruth Wenger, si takmer polstoročie po rozvode na niekoľkých stránkach poznamenala svoje spomienky, sklamaná z toho, že „význam, ktorý som mala v Hesseho živote, bol vo všetkých biografiách zamlčaný, zmazaný, mŕtvo mlčaný.“ Bärbel Reetz sa opiera o dokumenty z pozostalosti, vrátane mnohých nezverejnených listov, a zameriava sa na Hesseho ženy: fotografku Máriu Bernouilli, speváčku Ruth Wenger a kunsthistoricičku Ninon Dolbin-Ausländer. Tieto tri manželstvá, dve rozvody a tri osudy odhaľujú nové, doteraz málo pozorované aspekty Hesseho osobnosti.
Bärbel Reetz Knihy






Sofia heiratet Wladimir, und der Zar wünscht der Tochter seines Generals Glück. Doch das junge Mädchen liebt ihren Mann nicht: Mariage blanc, um im Ausland studieren zu können. Ohne Ehemann kein Paß, ohne Paß keine Reisemöglichkeit. Sofia Kowalewskaja ist nur eine von vielen jungen Frauen, die ab Mitte des 19. Jahrhunderts Rußland verlassen, sich an Schweizer Universitäten oder in Paris einschreiben, politisch engagieren und sich von alten gesellschaftlichen Strukturen emanzipieren. Ihr Ziel ist eine radikale Veränderung der politischen und sozialen Verhältnisse in Rußland. Bärbel Reetz, die während ihrer Arbeit an einem Roman über Sabina Spielrein den Wunsch entwickelte, über russische Frauen zu schreiben, hat präzise die Lebensgeschichten der Frauen recherchiert, die sie als „Lenins Schwestern“ an die Seite des Mannes stellt, dessen Name mit dem Umsturz in Rußland verbunden ist. Es sind Künstlerinnen, Wissenschaftlerinnen, Politikerinnen und Revolutionärinnen wie Marianne von Werefkin, Alexandra Kollontai und Vera Figner, die sich leidenschaftlich für die utopischen Entwürfe ihrer Zeit – Sozialismus, Marxismus und Psychoanalyse – engagierten und von ihrem Gelingen und Scheitern in Zeiten dramatischer gesellschaftlicher Umbrüche erzählen.
Meret Oppenheim (1913–1985) wurde berühmt durch ihr pelzüberzogenes Kaffeegedeck »Déjeuner en fourrure«. Sie war eine bedeutende Künstlerin, die in Paris mit Surrealisten arbeitete und trotz persönlicher Krisen ihren künstlerischen Weg verfolgte. Bärbel Reetz präsentiert nun die erste deutschsprachige Biografie, die Oppenheims Leben und Werk literarisch beleuchtet.
Die russische Patientin ist die Geschichte der Russin und Jüdin Sabina Spielrein, der »Frau zwischen Jung und Freud«, die ihr unruhiges und leidenschaftliches Leben zwischen Ost und West der Psychoanalyse und dem Sozialismus widmete und in Rußland beides miteinander verbinden wollte. Ein Roman von Aufbruch und Scheitern, Liebe, Verzicht und der Suche nach Erlösung.
Berlin, Marienstraße 23
- 288 stránok
- 11 hodin čítania
Eine Frau verläßt ihren Mann, flieht in die Einsamkeit am Meer – und macht eine unvorhergesehene Bekanntschaft. Ein Mann verschwindet aus seinem Büro, eine Studentin in der argentinischen Einöde, ein Tourist verfehlt sein Reiseziel. Menschen tauchen ab aus dem gewohnten Leben. Für Augenblicke. Für Stunden. Für immer. Nichts ist wie zuvor. Alles steht in Frage, kippt aus der Normalität. Im Spiegel: ein fremdes Gesicht. In zwölf Erzählungen umkreist Bärbel Reetz Obsessionen und Sehnsüchte, die zu Fluchten führen. Unversehens wandelt sich Alltägliches ins Geheimnisvoll-Phantastische und im scheinbar Normalen werden existentielle Risse und Brüche sichtbar, wie in der Erzählung Virginia oder die Gleichzeitigkeit . Da taucht uns die Autorin in einem Akt der Beschwörung in eine Gleichzeitigkeit von Gegenwart und Vergangenheit, Leben und Sterben, »... ein bewundernswert dicht komponierter und vielschichtiger Text« ( Sigrid Löffler ).
Eine Biographie über ein libertäres Paar und ein Leben voller Leidenschaft und Exzentrik Es begann 1912 mit einer zufälligen Begegnung: Hugo Ball, der Theatermann an den Münchner Kammerspielen, trifft auf Emmy Hennings, die exzentrische Diseuse und drogensüchtige Muse bedeutender Männer, die gerade ihre ersten Gedichte veröffentlicht hat. Die schillernde Maskenspielerin, Liebling der Berliner und Münchner Boheme, und der rebellische Dichter, schwankend zwischen Aktionismus und Anarchismus, finden sich in Zeiten des Krieges und beginnen ihr gemeinsames „Spiel vom Büchermachen“. Das Paradies hatte Hugo Ball ihr versprochen, aber es war ein steiniger Weg, der das extravagante Paar ins Zentrum der literarischen Moderne führte. Von der provinziellen Enge der Kindheit und Jugend, der Berliner und Münchner Avantgarde zur Emigration in die Schweiz 1915 und Gründung des „Cabaret Voltaire“ in Zürich 1916, der Keimzelle des Dadaismus, und schließlich in die Abgeschiedenheit im ländlichen Tessin, wo das Paar eine intensive Freundschaft mit Hermann Hesse pflegt, bis zum Tod Hugo Balls im Jahr 1927: Bärbel Reetz lässt in ihrer Biographie dieses ungewöhnlichen Paars eine Zeit wieder aufleben, in der viel gefragt und noch mehr gewagt wurde.