In "Ein jüdisches Schicksal im Zweiten Weltkrieg" reflektiert Georges-Arthur Goldschmidt über seine Flucht von Norddeutschland nach Frankreich. Mit poetischer Aufrichtigkeit schildert er Erinnerungen an seine Kindheit, die Prügelstrafen im Internat und seinen Überlebenskampf in einer feindlichen Landschaft.
Georges-Arthur Goldschmidt Poradie kníh (chronologicky)






Ein bewegendes literarisches Dokument des Nachfühlens und Nacherzählens eines versperrten Lebensweges. Verbunden durch das gemeinsame Schicksal von Bedrohung, Flucht und Heimatlosigkeit hat der Bruder Erich doch einen ganz anderen Weg als der Autor wählen müssen. Während Georges-Arthur zwischen den Sprachen und mit den Worten lebt, hat der Bruder unter Waffen gelebt. Unter Waffen schweigen die Musen! Er schloss sich der Résistance an, kämpfte mit bei der Befreiung von Paris und des Elsass und war schließlich Major in der französischen Kolonialarmee in Algerien. Dort beteiligte er sich sogar an dem Offiziersputsch gegen de Gaulle, der Algerien in die Unabhängigkeit entließ, und blieb dennoch bis zur Pensionierung Offizier. Danach arbeitete er noch viele Jahre als unauffälliger Mitarbeiter der Crédit Agricole. Über Jahrzehnte im Inneren zurückgehalten, war ein Geburtstagsbrief der Anlass, die verschütteten Erinnerungen an das Leben des Bruders aufsteigen zu lassen. »Sie erfassen den Hauptschatten meines langen Lebens: Mein Bruder war vier, als ich zur Welt kam und durch meine Erscheinung auf dieser Welt habe ich sein Leben zerstört.«
Vom Nachexil
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Die Grunderfahrung des geflüchteten Menschen bedeutet immer den Verlust von Heimat, Sprache und Zugehörigkeit.Georges-Arthur Goldschmidt ist einer der zentralen Autoren der Holocaustliteratur. Er berichtet mit expressiver Kraft von den Erfahrungen eines Kindes, das zum Opfer der Willkürmaßnahmen und der antisemitischen Verfolgung durch die NS-Diktatur geworden ist. Als Sohn einer schon im 19. Jahrhundert zum Protestantismus konvertierten jüdischen Familie war er in Deutschland in größter Gefahr. Deshalb schickten seine Eltern den zehnjährigen Georges-Arthur und seinen älteren Bruder Erich 1938 zuerst nach Italien. Im folgenden Jahr flüchteten sie weiter nach Frankreich. Im Internat in Annecy war Goldschmidt ebenfalls traumatisierender Gewalt ausgesetzt. Schließlich versteckten ihn Bergbauern in Savoyen bis zum Kriegsende und retteten dadurch sein Leben.Goldschmidts Werk ist zutiefst geprägt vom Gefühl existentieller Ortlosigkeit zwischen den Sprachen und zwischen den Ländern. Er hat dem Leid der Verfolgung in seinen Werken einen unvergesslichen Ausdruck verliehen.
Sans phrase. H.11/2017
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Markus Bitterolf: Vor ein paar Jahren wurden wir zum schönsten Dorf Deutschlands gewählt. Renate Göllner thematisiert den Mord an Marinus Schöberl vor 15 Jahren und fordert einen Bruch mit der Vergangenheit. Niklas Frank beleuchtet auf skandalöse und komische Weise, wie sich die Deutschen beim Entnazifizieren reinwaschen. David Hellbrück spricht über Staatsverweigerer und Reichsbürger als militante Querulanten. Karl Marx analysiert die Unabhängigkeitsbewegung in Katalonien, während J. E. Heufelder den Salonbolschewisten Felix Weil interviewt. Adrian Alban fragt, ob sich Schiller, Hegel und Adorno im Labor treffen würden. Gerhard Scheit betrachtet Mozarts "Clemenza di Tito" als Terror- und Flüchtlingsoper und reflektiert über den Welttheaterschwindel von 2017. Jonas Dörge thematisiert Auschwitz in einem unerwarteten Kontext. H. v. Z. bringt Weininger und Jazz zusammen. Ljiljana Radonic fragt, ob Queer noch zu retten ist, während Florian Markl den Ursprung der Israel-Boykottbewegung untersucht. Karl Pfeifer beleuchtet die Juden der arabischen Welt und Pavel Brunßen die Protokolle der Rabbis von der Westbank. Dominik Drexel diskutiert Herfried Münklers Sicht auf den Islamismus. In einer Presseschau wird populistische Außenpolitik thematisiert. Manfred Dahlmann und Christian Thalmaier reflektieren über die Logik des Kapitals. Ingo Elbe betrachtet Karl Jaspers' Konzept der nationalen Schuldgemeinschaft. Georges-Arthur Goldschmidt f
Schwarzfahrer des Lebens
Georges-Arthur Goldschmidt im Dialog mit Hans-Jürgen Heinrichs
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Georges-Arthur Goldschmidt ist einer der letzten Überlebenden des nationalsozialistischen Wahnsinns. In Frankreich und im Schreiben fand er Rettung - so entstand ein dunkel leuchtendes Werk. In einem schriftlichen Austausch spürt der Schriftsteller und Ethnologe Hans-Jürgen Heinrichs einer Wahrheit nach, für die Goldschmidt seine eigene, ganz unverwechselbare Sprache gefunden hat. Er ergründet, wie Goldschmidts Leben und Werk einander bedingen, seine Liebe zur Malerei und Literatur, zu den Landschaften seines Lebens, seinen Witz und jugendlichen Esprit. Entstanden ist ein erstaunliches Buch, das uns die komplexe Welt des Georges-Arthur Goldschmidt offenbart.
Ein Wiederkommen
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Paris ist seine neue Heimat. Endlich das Gefühl, aufgenommen zu sein. Aber vergessen hat Arthur Kellerlicht nichts: Erst zehnjährig wird er des Landes verwiesen, verurteilt, weil er als Jude geboren ist. Rettung findet er in einem Internat in den Savoyen, wo die Züchtigung zum Alltag gehört. Und weil sich der Heranwachsende des Lebens unwürdig fühlt, ist es nur richtig, dass er bestraft wird: für das Lesen unerlaubter Bücher, für das Entdecken des eigenen Körpers, ganz einfach dafür, dass es ihn gibt, dass er überlebt hat. Kein Schreiben ist so existenziell wie das von Georges-Arthur Goldschmidt. Seine Romane und Essays sind einer der schönsten Existenzbeweise.
L'Esprit de retour
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- 6 hodin čítania
Die Faust im Mund
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- 6 hodin čítania
Georges-Arthur Goldschmidt ist eine einzigartige Erscheinung im deutsch-französischen literarischen Grenzverkehr. Sowohl in Frankreich als auch in Deutschland ein Autor von Rang, betrachtet Goldschmidt Probleme und Worte 'mal von unten, mal von oben'. Er entführt uns in literarische Abenteuer, mitten hinein in die Grimmschen Märchen, zum Struwwelpeter, von Pascal und La Bruyère bis hin zu Eichendorff und vor allem: zu Franz Kafka. Die Faust im Mund ist ein Sinnieren mit Geist, Körper und Seele über Sehnsucht, Gewalt, lustvolle Bestrafung und Scham und eine Wiederentdeckung der Liebe zur Muttersprache durch die Welt der Literatur.
25 Jahre Geschwister-Scholl-Preis
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Autobiographie. Ammann Verlag, Zürich 2001, Pappband mit Schutzumschlag, 403 Seiten, 20,5x13 cm (=8°), guter Zustand,
Een tuin in Duitsland
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Die Erfahrung der Nacht. Roman
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"Die Erfahrung der Nacht" von Marcel Béalus ist ein surrealistischer Roman, der die Geschichten von Augen, Händen, Berührungen und Schweigen verwebt. Die Hauptfigur Arcel Adrien begegnet fortlaufend neuen Rätseln, während sich Identität, Raum und Zeit ständig verändern. Eine humorvolle und schaurige Erzählung über Genesung und Nebenwirkungen.
Die Absonderung
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- 7 hodin čítania
Erzählt wird vom Schicksal eines 13jährigen Jungen, der von seinen Eltern von Norddeutschland aus in ein savoyisches Kinderheim gebracht wird, eine Maßnahme, die ihn vor den Häschern des Naziregimes schützen soll. Doch gleichzeitig erlebt er in seiner neuen Umgebung Züchtigung, Demütigung und Strafe. Als einzige verläßliche Bastion in bedrohlicher Zeit erfährt er seinen eigenen Körper, den es zu schützen, notfalls zu verteidigen gilt.
Histoire d'enfant
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- 5 hodin čítania
Le narrateur, séparé de sa femme, vit seul avec son jeune enfant, en Allemagne d'abord, puis à Paris où ont lieu les premiers contacts avec l'école et la " langue étrangère ". Pour eux, la vie quotidienne, nourrie d'aspiration au bonheur et de violence contenue, s'avère, par tâtonnements, un long apprentissage réciproque. Elle prend pourtant figure d'épopée sous la plume tendre et grave de Peter Handke, qui décrit ici ce que l'on élude habituellement : de menus faits, certes, mais d'une exceptionnelle grandeur.







