Místo v prostoru
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Táto autorka slovinského pôvodu z rakúskej Korutánie vo svojej tvorbe skúma témy rodinnej histórie a odporu. Jej poetické texty, ocenené prestížnou cenou, sa ponárajú do trojgeneračných osudov a odrážajú boj korutánskych Slovincov proti nacistickému režimu. Štúdiom nemeckej filológie a divadelných štúdií si prehĺbila svoj literárny vhľad. Dlhodobo sa podieľala na redakcii bilingválneho časopisu, čo svedčí o jej záujme o prepojenie kultúr.







Maja Haderlap erzählt die bewegende Geschichte eines Mädchens, das in den Kärntner Bergen aufwächst, und verknüpft dies mit der Geschichte ihrer Familie und der slowenischen Minderheit. Die Autorin beschwört eindrucksvoll die Sinneseindrücke der Kindheit: die Gerüche des Sommers, die Kochkünste der Großmutter und die Konflikte der Eltern. Das Mädchen versucht, ihre Familie und die Menschen um sie herum zu verstehen, während der Schatten des Krieges, obwohl vorbei, weiterhin in den Köpfen der Gemeinschaft präsent ist. Der Wald wird zum Ort der Flucht, des Widerstands und der Erinnerung an Verhaftungen und Konzentrationslager. Diese Erinnerungen sind für die Menschen Teil des Lebens, so selbstverständlich wie der Glaube an Gott. Nach und nach lernt das Mädchen, die Fragmente der Vergangenheit zu verbinden und eine eigene Sprache dafür zu finden. Haderlaps Erzählung ist eindringlich und poetisch, mit einer bezaubernden Unmittelbarkeit. Sie schafft es, die Charaktere und ihre Erfahrungen auf eine Weise darzustellen, die tief berührt und zum Nachdenken anregt. Die Großmutter, der bittere Vater und das Kind werden in einer Art und Weise lebendig, die einzigartig und unvergesslich ist.
Rede beim Staatsakt anlässlich der 100. Wiederkehr des Jahrestages der Gründung der Republik Österreich
Mit ihrem vielfach preisgekrönten Roman »Engel des Vergessens« (2011) hat Maja Haderlap einen wichtigen und vielbeachteten Beitrag zur Selbstverständigung über Geschichte und Gegenwart in Österreich geleistet. Ihre Rede beim Staatsakt aus Anlass der 100. Wiederkehr des Jahrestages der Gründung der Republik Österreich ist eine eindringliche Mahnung in turbulenter Zeit.
Roman | Das lange erwartete Buch der Erfolgsautorin von »Engel des Vergessens« | Nominiert für den Österreichischen Buchpreis 2023
Aus dem Leben dreier Generationen von Frauen und ihrem Ringen um Autonomie Als Mira ins Auto steigt, um sich auf den Weg nach Südkärnten zu machen, weiß sie, dass ihr schwierige Tage bevorstehen: Ihre alte Mutter muss auf den Auszug aus dem Haus vorbereitet werden, in dem sie vor Jahrzehnten als ungelernte Arbeiterin mit den damals noch kleinen Kindern Obdach gefunden hat. Tatsächlich verdichten sich im Lauf der folgenden Wochen die Erinnerungen an eine als traumatisch erlebte Kindheit, die vom frühen Tod des Vaters genauso belastet war wie von der rigiden patriarchalen Ordnung und den Dogmen der katholischen Kirche. Die alten, unaufgelösten Konflikte verschaffen sich neuen Raum, und Mira beginnt zu verstehen, dass sie von den lang beschwiegenen Lebensgeschichten ihrer Ahninnen befeuert werden: Tagelöhnerin die eine, die unter dramatischen Umständen ums Leben kam, Partisanin die andere, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr nach Kärnten zurückkehrte. In eindringlichen Bildern erzählt Maja Haderlap in ihrem neuen Roman aus dem Leben dreier Generationen von Frauen, von ihren Verstrickungen in aufgezwungene und verinnerlichte Leitbilder und ihrem Ringen um Autonomie. Die Geschichte der Nachtfrauen ist eine der Verluste, des Schweigens und der Schuld, in der trotz allem die Nachsicht und der Respekt füreinander, vielleicht sogar die Liebe, nicht aufgegeben werden.
Nach ihrem Roman »Engel des Vergessens« kehrt Maja Haderlap zu ihren Ursprüngen zurück: zum Schreiben von Gedichten. Maja Haderlaps Gedichte haben etwas zu erzählen. Sie sprechen mit faszinierender Eindringlichkeit von Fremdsein und Nachhausekommen, von weiten Landschaften und engen Behausungen, von Menschen, die unterwegs sind: auf der Suche nach dem, was ihr Leben ausmachen könnte. Das kann der Andere sein, der Nächste, die Gemeinschaft, das kann die Einsamkeit oder das Gedicht selbst sein, für das eine Sprache gefunden werden muss. Tiefe Emotionalität stellt sich her, gerade weil sie nicht beschworen wird.
Das Klagenfurter Stadttheater unter der Intendanz von Dietmar Pflegerl war ein künstlerischer Glücksfall und ein Modell für die Organisation eines Dreispartenbetriebs ohne festes Ensemble in ländlichen Regionen. Pflegerl hat über anderthalb Jahrzehnte gezeigt, wie man Theaterbegeisterung weckt und gesellschaftlich engagierte Theaterarbeit in einem emotionalisierten politischen Umfeld umsetzt. Er verband die Pflege großer Theatertraditionen in Drama und Oper mit der Förderung zeitgenössischer Dramatik. Unter seiner Leitung gelang es, die Besten des gegenwärtigen Theaters nach Klagenfurt zu bringen und zahlreiche Talente zu entdecken, die später auf großen Bühnen erfolgreich wurden. Pflegerl erneuerte die Tradition durch intelligente Inszenierungen und ermöglichte Uraufführungen von bedeutenden Autoren. Zudem verstand er das Theater als Institution, die sich zu drängenden Fragen der Zeit und dem Verhältnis von Kultur und Politik positionieren muss. Dieses Buch dokumentiert die künstlerisch erfolgreiche und kontroverse Intendanz von Pflegerl von 1992 bis 2007. Freunde, Kritiker und Wegbegleiter ziehen Bilanz und teilen persönliche Eindrücke sowie Einschätzungen seiner maßgeblichen Arbeit für die österreichische Theaterlandschaft. Eine vollständige Dokumentation aller Produktionen dieser Jahre hält die Namen der Mitwirkenden und besondere Momente der Theaterkunst fest.