Eva Illouz untersucht in ihrem neuen Buch die prägenden Gefühle unserer Zeit, wie Angst, Enttäuschung und Wut, sowie deren Verflechtung mit sozialen, politischen und kulturellen Strukturen. Sie analysiert die Mechanismen dieser Emotionen und deren Einfluss auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen, einschließlich Identitätskonflikten und Diskriminierung.
Eva Illouz Poradie kníh
Eva Illouz skúma, ako kapitalizmus transformoval vzorce emócií, najmä v oblastiach spotreby a produkcie. Jej dielo sa zaoberá tým, ako sa romantické vzťahy stali komoditou a ako boli statky idealizované prostredníctvom romantiky. Ďalej analyzuje, ako psychológia a ekonomická efektivita ovplyvnili formovanie modernej identity a emocionálneho života, pričom často premenila morálne problémy na choroby. Illouz vidí v láske a psychickej pohode moderné utópie šťastia, ktoré sú sprostredkované konzumom.






- 2024
- 2023
Throughout the world, democracy is under assault by various populist movements and ideologies. And throughout the world, the same enigma: why is it that political figures or governments, who have no qualms about aggravating social inequalities, enjoy the support of those whom their ideas and policies affect and hurt the most? To make sense of this enigma, the sociologist Eva Illouz argues that we must understand the crucial role that emotions play in our political life. Only emotions have the power to deny factual evidence and obscure one's self-interest. Taking the case of Israel as her prime example, she shows that the authoritarianism and conservative nationalism that form the core of populist politics rest on four key emotions: authoritarianism is legitimated through fear, and conservative nationalism rests on disgust, resentment and a carefully cultivated love for one's country. It is the combination of these four emotions and their relentless presence in the political arena that nourishes and underpins the rise and persistence of populism both in Israel and in many other countries around the world. This highly original perspective on the rise of populism will be of interest to anyone who wishes to understand the key political developments of our time.
- 2023
Undemokratische Emotionen
Das Beispiel Israel
Ist es für einen Herrscher besser, geliebt oder gefürchtet zu werden? Da sich beides schwer vereinen lasse, gibt Machiavelli in Der Fürst , seiner berühmten Abhandlung zu den Grundsätzen der Staatsräson, der Furcht den Vorrang. In ihrem neuen Buch schließt die israelische Soziologin Eva Illouz in zweierlei Hinsicht an Machiavelli an: Sie unterstreicht die Bedeutung von Emotionen in der Politik und arbeitet heraus, wie Rechtspopulisten bestimmte Gefühle instrumentalisieren. Israel ist seit seiner Gründung wie kaum ein anderes Land von Sicherheitsfragen geprägt. In dieser Situation sei dem langjährigen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu das machiavellistische Kunststück gelungen, gerade wegen der Furcht, die er sät, geliebt zu werden. Anhand ausführlicher Interviews mit u. a. Menschenrechtsaktivisten zeigt Illouz, wie Angst und Ressentiment Gesellschaften spalten und die Demokratie unterminieren.
- 2021
La culture occidentale aborde souvent l'émergence de l'amour, mais reste silencieuse sur les moments où l'on évite de tomber amoureux ou où l'on cesse d'aimer. Ce silence est d'autant plus surprenant compte tenu du nombre élevé de ruptures au cours d'une vie. Cet ouvrage se consacre à l'expérience des diverses formes du "désamour". Eva Illouz examine comment les relations peuvent échouer dès le départ, se dissoudre par manque d'engagement, ou mener à une séparation ou un divorce, qualifiant ces situations de "relations négatives". Aujourd'hui, l'amour semble empreint d'une liberté de ne pas choisir et de se désengager. Mais quel est le prix de cette liberté et qui en fait les frais ? L'ouvrage soulève des questions cruciales sur le désarroi dans nos vies privées, prouvant que la sociologie, tout comme la psychologie, a beaucoup à nous enseigner sur ce sujet. Eva Illouz est directrice d'études à l'EHESS à Paris et occupe la chaire Rose Isaac de sociologie à l'université hébraïque de Jérusalem. Elle est également l'auteure de plusieurs ouvrages, dont Pourquoi l'amour fait mal et des Sentiments du capitalisme, et plus récemment, de Happycratie. Traduit de l'anglais par Sophie Renaut.
- 2021
Nicht die Natur bestimmt unsere Vorstellungen von Sexualität, sondern die Gesellschaft. War es früher die Religion, die den Sex regulierte, so ist es heute die Ökonomie. Kein Wunder also, dass »sexuelles« oder »erotisches Kapital« in der Soziologie, den Gender Studies, der Sexualwissenschaft und sogar in der Alltagssprache zu einer gängigen Metapher geworden ist, um die Motive und Konsequenzen von Praktiken etwa zur Steigerung der sexuellen Attraktivität zu beschreiben. In ihrem konzisen und mit zahlreichen Beispielen angereicherten Buch verteidigen Dana Kaplan und Eva Illouz den Begriff des sexuellen Kapitals als analytische Kategorie, machen ihn jedoch komplexer und befreien ihn von Gender-Klischees sowie von rationalistischen und identitätspolitischen Kurzschlüssen. Sie zeigen, dass sexuelles Kapital verschiedene, historisch bedingte Formen annehmen kann, die zeitweise auch nebeneinander bestehen. Ihr Hauptaugenmerk gilt den Spezifika der neoliberalen Sexualität, die mit einer ganz eigenen Sorte von sexuellem Kapital einhergeht. Dieses zirkuliert längst nicht mehr nur im Bereich privater Intimbeziehungen, sondern in der gesamten Sphäre der kapitalistischen Reproduktion. Aus dieser Perspektive erscheint dann auch die Frage nach Klassen- und Geschlechterhierarchien in einem neuen Licht.
- 2019
Manufacturing Happy Citizens
- 260 stránok
- 10 hodin čítania
The imperative of happiness dictates the conduct and direction of our lives. There is no escape from the tyranny of positivity. But is happiness the supreme good that all of us should pursue? So says a new breed of so-called happiness experts, with positive psychologists, happiness economists and self-development gurus at the forefront. With the support of influential institutions and multinational corporations, these self-proclaimed experts now tell us what governmental policies to apply, what educational interventions to make and what changes we must undertake in order to lead more successful, more meaningful and healthier lives. With a healthy scepticism, this book documents the powerful social impact of the science and industry of happiness, arguing that the neoliberal alliance between psychologists, economists and self-development gurus has given rise to a new and oppressive form of government and control in which happiness has been woven into the very fabric of power.
- 2019
The End of Love
- 320 stránok
- 12 hodin čítania
Western culture often celebrates the miraculous moments of love—the instant connection, the anticipation of communication, and the thrill of attraction. However, it remains largely silent on the equally mysterious experiences of avoiding love, falling out of it, or feeling indifference towards someone who once captivated us. In this exploration, the author documents the various ways relationships end, arguing that while modern love was once defined by the freedom to form emotional bonds, it has shifted to a focus on the freedom to withdraw from them. This phenomenon, termed "unloving," encompasses the fading and dissolution of relationships. Traditionally, sociology has examined how social bonds are formed, yet this work emphasizes the importance of understanding their collapse. A particularly notable aspect is the influence of capitalism on non-choice and unloving, which fosters a culture of non-commitment and facilitates quick exits from relationships. This shift has significant implications for society and economics, contributing to trends such as declining birth rates, increasing solitude, and reduced sexual activity. The analysis offers a profound look at how consumer culture and capitalism shape personal relationships and the broader consequences of their dissolution.
- 2018
Unsere Kultur ist unendlich reich an Darstellungen und Geschichten, die vom Erscheinen der Liebe im Leben der Menschen handeln – von jenem magischen Augenblick, in dem wir wissen, dass jemand für uns bestimmt ist. Erstaunlicherweise ist sie aber eher wortkarg, wenn es um den nicht weniger mysteriösen Moment geht, in dem die Liebe endet (oder erst gar nicht beginnt). Seit zwei Jahrzehnten beschäftigt sich Eva Illouz mit der Frage, wie der Konsumkapitalismus und die Kultur der Moderne unser Gefühls- und Liebesleben transformiert haben. Warum Liebe endet bildet den vorläufigen Abschluss dieses grandiosen Forschungsprojekts und zeigt, warum mit Blick auf unsere sexuellen und romantischen Beziehungen vor allem eines selbstverständlich geworden ist: sich von ihnen zu verabschieden. Anhand einer großen Vielfalt an literarischen und geistesgeschichtlichen Quellen sowie im Rückgriff auf zahlreiche Gespräche, die sie mit Frauen und Männern aus verschiedenen Ländern geführt hat, arbeitet Illouz souverän heraus, wie es um Beziehungen in Zeiten von Speed-Dating und Tinder, von Gelegenheitssex und Körperkult bestellt ist – und warum insbesondere Frauen die Leidtragenden dieser gleichermaßen sexualisierten wie sexuell befreiten Kultur sind. Zeitgemäßer geht es nicht. Ein großer Wurf.
- 2018
»Zeit für Gefühle«, »Schrei vor Glück«, »Aus Freude am Fahren« – Werbeslogans wie diese illustrieren aufs Schönste einen zentralen Mechanismus des zeitgenössischen Kapitalismus: Waren produzieren Gefühle und zugleich werden Gefühle zu Waren. Wie kam es zu dieser Verschränkung von Emotionen und Konsum? Was bedeutet sie für die Identität des modernen Subjekts? Und wie lassen sich wahre Gefühle erkennen und Warengefühle kritisieren? Die hier versammelten Beiträge gehen diesen Fragen in konkreten Feldern (z. B. Tourismus, Musik, Sexualität) nach und fügen sich zu einer umfassenden Ethnographie des Strebens nach emotionaler Authentizität – jener modernen Erfahrung, so die These dieses Buches, die durch die Koproduktion von Gefühlen und Konsumpraktiken erst erzeugt wird.
- 2015
Israel
Soziologische Essays
Was geht in einem Land vor, in dem Sicherheit von so überragender Bedeutung ist, dass sich eine Ärztin bereitwillig an einem Mordkomplott beteiligt, weil sie davon überzeugt ist, damit ihre Heimat zu verteidigen? Würden hochrangige israelische Politiker oder Militärs ein Mitglied einer Minderheit gegen den bloßen Verdacht des Hochverrats in Schutz nehmen? Fragen wie diesen spürt Eva Illouz in ihren Essays über Israel nach. Anhand aktueller politischer Entwicklungen und persönlicher Erfahrungen zeichnet sie ein drastisches Bild der israelischen Gesellschaft: Die zunehmende Identifikation mit Ethnie und Religion, so ihre These, droht deren liberalen Charakter zu unterwandern. Illouz’ in Israel viel beachteten und kontrovers diskutieren Texte kombinieren scharfsinnige Analysen mit einem kompromisslosen Plädoyer für eine offene Gesellschaft – eine dringend benötigte Stimme aus einer von Extremismus gezeichneten Region.






