Obwohl viele Deutsche nicht direkt am Ersten Weltkrieg beteiligt waren, waren Sie doch mittelbar in die Kriegshandlungen involviert: sei es durch ihre Arbeit in der Rüstungsindustrie oder der militärischen Logistik, durch Bombenangriffe auf ihre Städte und Dörfer, durch Mangel und Hunger. Auf Basis ergreifender Zeitzeugnisse und Abbildungen liefert das Autorenteam Thomas Flemming und Bernd Ulrich einen authentischen Blick auf die Heimatfront.
In Berlin war der Kalte Krieg heißer als anderswo. Nirgendwo sonst standen sich die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs so nah gegenüber. Was sich schon mit Berlin-Blockade und Luftbrücke abzeichnete, fand seinen Höhepunkt im Bau der Berliner Mauer. Nicht ohne Grund bilden die Glienicker Brücke oder der alliierte Checkpoint Charlie an der Friedrichstraße den Hintergrund für zahlreiche Spionage-Thriller. Aber auch im realen Leben spielten sich an der innerstädtischen Grenze dramatische und ergreifende Szenen ab.
Bereits die Wahrnehmung des Ersten Weltkriegs war in hohem Maße durch moderne Medien vermittelt. Dazu gehörten unter anderem Feldpostkarten, die die Soldaten zu Hunderttausenden an ihre Lieben daheim schickten. Auf ihnen werden unterschiedlichste Aspekte dieser Zeit thematisiert. Wir finden stolze Heerführer, Frontalltag, Zerstörungen, Schmähung des Gegners, aber auch kitschige Überhöhung des Todes oder frühe Formen des Pin-Ups, wenn „Fräulein Leutnant“ ihren neckischen Gruß entbietet. All diese Bilder zeigen jedoch eines nicht: das wahre Gesicht des Krieges. Der Postkartensammler Ulf Hartmut Heinrich hat für den vorliegenden Band die ungewöhnlichsten Exemplare aus seinem Archiv ausgewählt. Der Historiker Thomas Flemming beschreibt die Dekade europäischer Geschichte, in der diese Bilder – und nicht zuletzt die handschriftlichen Grüße und Mitteilungen der Soldaten – entstanden sind. Indem die Scheinwelt der Propaganda immer wieder mit den Fakten konfrontiert wird, ergeben sich ungewöhnliche Einblicke in die Zeit zwischen 1914 und 1918. - Deutsche und französische Feldpostkarten aus dem Ersten Weltkrieg.
Was am 16. Juni 1953 mit spontanen Arbeitsniederlegungen als Protest gegen Normerhöhungen auf zwei Berliner Großbaustellen begonnen hatte, wurde innerhalb von 24 Stunden zu einem Aufstand, der die gesamte DDR erschütterte. In mehr als 500 Städten und Gemeinden gingen Hunderttausende auf die Straße, die Parolen der Demonstranten wurden schnell zu grundlegenden politischen Forderungen: „Nieder mit der Regierung“ und „Freie Wahlen“. Erst nach dem Einsatz russischer Panzer und der Verhängung des Kriegsrechts herrschte wieder Ruhe im Land. Nicht nur in Berlin war die Ordnung ins Wanken geraten. In Görlitz gab es faktisch einen halben Tag lang eine neue Stadtregierung. In Halle übernahm ein Streikkomitee für Stunden die Amtsgeschäfte des Bürgermeisters. In Magdeburg gab es beim Versuch der Erstürmung von MfS-Gebäuden und Gefängnis Tote und Verletzte. Selbst auf dem Lande kam es zu Aufständen: LPG-Vorsitzende und Bürgermeister wurden ihrer Ämter enthoben.
Obwohl für hundert Jahre gedacht, hat das monumentalste und hässlichste Bauwerk des 20. Jahrhunderts die Millionenstadt Berlin „nur“ 28 Jahre zweigeteilt. Genug, um in der Stadt markante Spuren zu hinterlassen. Thomas Flemming und Hagen Koch lassen Fakten sprechen und bisher nie veröffentlichtes Bildmaterial wirken. Minutiös und packend schildern sie die Geschichte der Berliner Mauer von ihrer Errichtung über Nacht bis zu ihrem spektakulären Abriss.
Im Bündnis der vier alliierten Siegermächte des Zweiten Weltkrieges zeigen sich 1946 erste Risse. Im März löst eine außenpolitische Grundsatzrede des früheren britischen Premierministers Winston Churchill heftige gegenseitige Angriffe zwischen den Westmächten und der UdSSR aus. Churchills Wort vom »Eisernen Vorhang«, der sich zwischen Stettin an der Ostsee und Triest an der Adria über Ost- und Südosteuropa gesenkt habe, führt in der Sowjetunion zu scharfen Reaktionen. Der sowjetische Staats- und Parteichef Josef W. Stalin nennt Churchill in diesem Zusammenhang einen »Kriegsbrandstifter«.