No drugs - no future
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Günter Amendt bol nemecký sociológ a autor, ktorého tvorba sa primárne zameriavala na témy sexuality a drog. Svojím písaním sa ponoril do komplexných spoločenských javov a skúmal ich dopady na ľudskú skúsenosť. Jeho prístup sa vyznačoval hlbokou analytickou zdatnosťou a snahou porozumieť nuansám týchto citlivých oblastí.






Günter Amendt, als „Deutschlands renommiertester Drogenexperte“ bezeichnet, beleuchtet die Heilsversprechen, Mythen und vertanen Chancen von LSD, der zentralen Droge der sechziger Jahre. Während des Zweiten Weltkriegs experimentiert der Chemiker Albert Hofmann 1943 in der neutralen Schweiz mit Lysergsäure und entdeckt die berauschende Wirkung von LSD. Die Droge wird schnell als vielversprechendes Medikament zur Behandlung von Alkoholismus und traumatischen Störungen angesehen. Soziologen und Psychiater diskutieren ihren Einsatz zur Re-education von Nazi-Deutschland, während die US-Army und CIA sie als mögliche Verhördroge testen. LSD beeinflusst die Kultur bis zu seinem Verbot 1966 und wird von Persönlichkeiten wie Cary Grant und John Lennon gepriesen. In den USA entwickelt sich eine quasi-religiöse Verehrung für die Droge, während der Mediziner Timothy Leary unerfüllbare Hoffnungen weckt, dass LSD die Menschheit verbessern könne. Heute hat sich die Wahrnehmung gewandelt: LSD ist kein Symbol für ein neues Bewusstsein mehr, sondern wird als kostengünstiges Therapeutikum für traumatisierte US-Soldaten eingesetzt. Amendt erzählt die Geschichte von großen Erwartungen und der realen Bedeutung von LSD und fragt, wie viel Substanz die verbotene Droge tatsächlich hat.
Ein Sozialwissenschaftler und Publizist gewährt Akteneinsicht. Wem diese Tatsache allein wenig aufregend erscheint -- Günter Amendt, Autor der Kultbücher Sexfront und Ecstasy & Co., ist vor allem aufgrund seiner liberalen und aufklärerischen Haltung in Sachen Drogen und Sex hervorgetreten. Erstaunt erfahren wir nun, dass dieser scharfsinnige Mensch auch noch absoluter Dylan-Kenner der ersten Stunde ist. Der pünktlich zum sechzigsten Geburtstag des Meisters erschienene Band Back to the Sixties enthält -- neben einem längerem neuen Text (dem äußerst launigen Skript zu einer vom Amendt veranstalteten "Dylan-Nacht") -- auch eine ganze Reihe älterer Artikel und Plattenkritiken zu Dylans Never Ending Tour. Erste Deutschlandreise Dylans im Jahr 1978. Amendt, vom Konzertveranstalter Fritz Rau als Tourbegleiter eingeladen, erinnert sich, dass das Dortmunder Publikum schwer schluckte, als statt des erwarteten Hobos mit Mundharmonika und Klampfe nun eine Big Band mit Backing-Sängerinnen herumturnte. Mittelpunkt der penibel durchgestylten Show ein etwas grotesker Bob Dylan, geschminkt und mit Lidschatten. Dann noch "Don't Think Twice" im luftigen Reggae-Rhythmus. Dem Berliner Publikum einige Tage darauf war dies zu viel, hier hagelte es schon nach Minuten Eier und Mehltüten. Dylan hielt ungerührt durch. Auf der Rückfahrt im Bus fragte er Amendt, ob sich der Protest wohl gegen seine schwarzen Sängerinnen gerichtet hätte. Dylans denkwürdiger Deutschlandtrip ist auch Thema von Amendts dreistündiger Dylan-Nacht, die das DeutschlandRadio und der Deutschlandfunk ausstrahlen. Wie ein Feinchirurg zerlegt und analysiert Günter Amendt in weiteren Kapiteln die Ups und Downs in Dylans dschungelhafter Plattenkarriere. Kenntnisreicher ist dies kaum noch möglich. Zum Schluss trifft er noch auf einen "so-called Dylan friend" (Amendts Englischfimmel ist beinahe schon notorisch). Was der so geoutete Rudolf Scharping dabei zum Besten gab, mit dem sich Amendt auf der Fünfzigjahrfeier des Sterns durch einen Smalltalk quälte, lesen Sie am besten selbst. Dylan-Führung der Extraklasse! --Ravi Unger