Das sowjetische Speziallager Nr. 2 1945 bis 1950
Katalog zur ständigen historischen Ausstellung
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Katalog zur ständigen historischen Ausstellung
Die nationalsozialistischen KZs und Kriegsgefangenenlager forderten unzählige Opfer. Überraschend ist, dass die alliierten Siegermächte einige dieser Einrichtungen nach dem Krieg als Internierungscamps weiterbenutzten. Besonders alarmierend ist die Bilanz der Lager in der Sowjetisch Besetzten Zone (SBZ), wo in fünf Jahren etwa 45.000 Häftlinge starben. Die Herausgeber dieses Buches möchten eine breite Leserschaft über diese Thematik informieren, indem sie "Beiträge mit Überblickscharakter" präsentieren. Die Qualität der Inhalte bleibt dabei hoch, unterstützt von namhaften Wissenschaftlern wie Jan Foitzik, Ralf Possekel und Alexander von Plato. Diese Autoren beleuchten zwei Hauptaspekte: die historischen Fakten und das Gedenken an die Orte mit der "doppelten Vergangenheit" des Nazi- und Sowjet-Terrors. Der historische Kontext wird durch Betrachtungen zur allgemeinen Geschichte von Internierungslagern und dem sowjetischen GULag ergänzt. Lutz Niethammers Vergleich der alliierten Gefängniscamps zeigt wesentliche Unterschiede in den Besatzungszonen. Weitere Themen sind die Aufgaben und Standorte der Speziallager sowie der Lageralltag und angemessene Erinnerungsformen. Eine breite Öffentlichkeit für das Buch könnte ein oft übersehenes Kapitel der deutsch-sowjetischen Geschichte aufhellen und die Schattenseiten des sowjetisch geprägten Sozialismus verdeutlichen.