In einem Literaturarchiv gibt es mehr als nur Buchstaben und mehr als nur ein ein-ziges Schriftsystem: Es gibt Zahlen und Bilder, Geheim-, Privat- und Computersprachen, die Sprachen der Farben und Papiere, der Spuren und Abdrücke. Verstehen wie Missverstehen gehören zu diesen Zeichen und Sprachen, so wie zum literarischen Text der mehrfache Schriftsinn gehört und zum Archiv das Entzifffern und Rätseln, Staunen und Wundern. Wenn Schriftstellerinnen und Schriftsteller die Codes ihrer Zeit und der Literatur aufgreifen, so weil sie Texte erschaffen möchten, die Verstehensprozesse auslösen, mit denen etwas entsteht, was sonst nicht da wäre: Zeichen lösen Handlungen, Wahrnehmungen und Gefühle aus, markieren Wege, Grenzen und Verknüpfungen, kommunizieren mit Menschen und Maschinen. Das vorliegende Magazin begleitet die gleichnamige Marbacher Ausstellung und ist zugleich ein eigenständiges Kompendium zum Thema Zeichensysteme in der Literatur. Exhibition: Literaturmuseum der Moderne, Marbach am Neckar, Germany (07.11.2021 - 24.04.2022)
Heike Gfrereis Poradie kníh (chronologicky)






Hölderlin, Celan und die Sprachen der Poesie
- 336 stránok
- 12 hodin čítania
"'Hölderlin ist eine dem Deutschen verwandte Sprache', fand Oskar Pastior. Der reich bebilderte Katalog zur Ausstellung 'Hölderlin, Celan und die Sprachen der Poesie' folgt den unterschiedlichen archivierbaren Erscheinungsweisen dieser Sprache: Wie liest man Hölderlins Gedichte im Manuskript ? von den frühen tammbuchversen über die Hymnen bis zu den späten Scardanelli-Gedichten? Welche Hölderlin-Erfahrungen sind überliefert -- von Eduard Mörike über Rainer Maria Rilke, Hermann Hesse, Hannah Arendt, Ingeborg Bachmann und Paul Celan bis zu W. G. Sebald und Robert Gernhardt? Was bleibt von den Sprachen der Poesie im Archiv -- von 'Schön' und 'Nur für Dich' über 'Atmen' und 'Zerlegen' bis 'Verklären' und 'Unsicher'?" -- Back cover (jacket)
Wie lernen wir schreiben? Wie beginnen wir, von Hand Buchstaben zu formen und daraus dann Wörter und Sätze und: Literatur zu bauen? Im Marbacher Magazin zu der von Hans Magnus Enzensberger angeregten Ausstellung erkunden Heike Gfrereis und Sandra Richter im Vorwort Grundlagen, Geschichten und Perspektiven des Schreibens und Denkens mit der Hand, Hans Magnus Enzensberger und Jan Bürger fragen im Gespräch unter dem Titel »Kritzeln, schreiben, wischen«: Ist die Epoche der Handschrift vorbei? Und schließlich zeigen Schulhefte, Kinderbriefe, Schreibübungen, Schriftspiele und Buchstabenerfindungen von Friedrich Schiller bis Theresia Enzensberger, welche Folgen Schönschreibzwang und Ausdruckswille haben können. Kommentiert werden sie von Ulla Berkéwicz, Rotraud Susanne Berner, Cornelia Funke, Heike Gfrereis, Durs Grünbein, Vera Hildenbrandt, Felicitas Hoppe, Lea Kaiser, Alexander Kluge, Martin Kuhn, Tamara Meyer, Lydia Christine Michel, Judith Schalansky und Yoko Tawada.
#LiteraturBewegt1 - Lachen, Kabarett
- 220 stránok
- 8 hodin čítania
Nie wird, so scheint es, so viel gelacht wie in Krisenzeiten. Lachen ist menschlich, Lachen stiftet Gemeinsamkeiten, Lachen befreit. Aber Lachen kann auch todtraurig sein oder bitterböse und gemein. Das Marbacher Magazin spürt – wie die gleichnamige Ausstellung – den Varianten des Lachens im Literaturarchiv nach: Welche Texte begünstigen welches Lachen? Diese Frage führt auch ins Zentrum des Kabaretts, das an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert entsteht und als Kulturform die Zuschauer einbezieht, Lachen provoziert und oft zugleich das Gegenteil bewirken will: Verstörung im Angesicht der Wirklichkeit, Aufruf zur politischen Aktion. 135 Muskeln sind am Lachen beteiligt. Die Autorinnen und Autoren des Marbacher Magazins stellen Texte, Bilder und Gegenstände von Friedrich Schiller bis Robert Gernhardt vor, die Gelegenheit zum Lachmuskeltraining geben, aber auch die Ambivalenz des Themas reflektieren.
Marbacherkatalog - 88: Die Seele
Die Dauerausstellung im Literaturmusuem der Moderne
- 429 stránok
- 16 hodin čítania
Vorwort von Heike Gfrereis und Ulrich Raulff Eine Marbacher Marginalie von Hans Magnus Enzensberger ZEITLICHKEIT Karl Heinz Bohrer Die Zeitlichkeit der modernen Literatur Ulrike Draesner Das Zeit-Erzählen BILDLICHKEIT Horst Bredekamp Die Bruderschaft von Schrift und Bild ÖRTLICHKEIT Wilhelm Genazino Exklusive Trivialität. Benn, Horváth und Weiss in ihren Sehnsuchtsräumen SE(E)LIGKEIT Hans Ulrich Gumbrecht Vom beseelenden Hauch der Literatur Heike Gfrereis Die Ausstellung Das virtuelle Literaturmuseum des 21. Jahrhnderts
Marbacherkatalog - 63: Unterm Parnass
Das Schiller-Nationalmuseum ; [Begleitbuch zur Dauerausstellung]
- 291 stránok
- 11 hodin čítania
Die Dauerausstellung im Schiller-Nationalmuseum bietet einen umfassenden Einblick in Schillers Leben, Werk und Einfluss. Die verschiedenen Abschnitte der Ausstellung sind thematisch gegliedert. Im Bereich „Schillers Werkstatt“ werden seine kreativen Prozesse und die Entstehung bedeutender Werke wie „Wilhelm Tell“ und „Don Karlos“ beleuchtet. Der Abschnitt „Schillers Leben“ thematisiert persönliche Briefe und Beziehungen, die Schillers Denken prägten. „Schillers Horizont“ zeigt seine Auseinandersetzung mit Literatur und Philosophie, während „Schillers Bilder“ die ikonographische Rezeption seiner Person untersucht. Die Themen „Schillers Kleider“ und „Energie und Schrift“ widmen sich den physischen und intellektuellen Aspekten seines Schaffens. Der Bereich „Ursprung“ thematisiert naturwissenschaftliche und literarische Einflüsse auf Schiller. „Liebe und Wahnsinn“ betrachtet emotionale und psychologische Dimensionen in Schillers Werk und seiner Zeitgenossen. Schließlich bieten die „Kleinen Formen“ Einblicke in weniger bekannte, aber faszinierende Aspekte der Literatur. Die Ausstellung ist eine vielschichtige Hommage an Schiller und seine Zeit, die sowohl Fachleute als auch interessierte Laien anspricht.
Epochen, Gattungen, Stilbegriffe - in rund 1.000 Einträgen werden die literarischen Epochen (von Aufklärung bis Surrealismus), die wichtigsten Gattungen (von Autobiographie bis Volkslied) und wesentlichen Stilbegriffe (von Alliteration bis Zeugma) anschaulich dargestellt.
Grundbegriffe der Literaturwissenschaft
- 300 stránok
- 11 hodin čítania
Der Band erläutert in über 1.000 Einträgen die wichtigsten Begriffe der Literaturwissenschaft: die gebräuchlichsten Bezeichnungen der Literaturgeschichtsschreibung und Textkritik, die wesentlichen Gattungen, rhetorischen Figuren, die Vers- und Strophenformen, etc. Zudem werden die richtungsweisenden literaturwissenschaftlichen Methoden und Ansätze erläutert. Beispiele, Querverweise und Lektüreempfehlungen helfen dabei, sich mit den Fachbegriffen zugleich das für das Studium notwendige Grundwissen zu erarbeiten.

