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Pfadabhängigkeit, Institutionen und Regelreform

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Wir leben in einer historischen Welt, eine Tatsache, die die ökonomische Wissenschaft oft ignoriert, da sie einem ahistorischen Gleichgewichtsdenken verhaftet ist. Der Gedanke, dass die Evolution von Technologien und Institutionen kontingenten Pfaden folgt, hat viele Wirtschaftswissenschaftler aus ihrem dogmatischen Schlummer gerissen. Rolf Ackermann untersucht die methodologischen und wirtschaftspolitischen Fragen, die das Phänomen der Pfadabhängigkeit aufwirft, insbesondere die Möglichkeiten und Grenzen des Staates, in wirtschaftliche Pfade einzugreifen. Da suboptimale Pfade eingeschlagen werden können, könnte der Staat eingreifen, um ein 'Evolutionsversagen' zu verhindern. Allerdings kann der Staat ex ante nicht wissen, welcher Pfad der 'richtige' ist, weshalb er lediglich die Möglichkeit eines Evolutionsversagens durch geeignete Ordnungspolitik minimieren kann. Es bleibt jedoch sinnvoll, durch kollektives oder staatliches Handeln 'Irrtümer' der Evolution zu korrigieren. Ackermann analysiert drei Ursachen für die Inflexibilität von Institutionen: Koordinationseffekte, Komplementaritätseffekte und die selbstverstärkende Wirkung tradierter Denkschemata. Für Reformbemühungen ergeben sich aus diesen Ursachen unterschiedliche Probleme, was die Erfolgsaussichten für Reformen erhöht, wenn die Ursachen für das Beharrungsvermögen unerwünschter Regeln richtig diagnostiziert werden. Dies wird am Beispiel der Transformation ehemals soz

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Pfadabhängigkeit, Institutionen und Regelreform, Rolf Ackermann

Jazyk
Rok vydania
2001
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(pevná)
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Titul
Pfadabhängigkeit, Institutionen und Regelreform
Jazyk
nemecky
Vydavateľ
Mohr Siebeck
Rok vydania
2001
Väzba
pevná
Počet strán
250
ISBN10
3161476786
ISBN13
9783161476785
Série
Anotácia
Wir leben in einer historischen Welt, eine Tatsache, die die ökonomische Wissenschaft oft ignoriert, da sie einem ahistorischen Gleichgewichtsdenken verhaftet ist. Der Gedanke, dass die Evolution von Technologien und Institutionen kontingenten Pfaden folgt, hat viele Wirtschaftswissenschaftler aus ihrem dogmatischen Schlummer gerissen. Rolf Ackermann untersucht die methodologischen und wirtschaftspolitischen Fragen, die das Phänomen der Pfadabhängigkeit aufwirft, insbesondere die Möglichkeiten und Grenzen des Staates, in wirtschaftliche Pfade einzugreifen. Da suboptimale Pfade eingeschlagen werden können, könnte der Staat eingreifen, um ein 'Evolutionsversagen' zu verhindern. Allerdings kann der Staat ex ante nicht wissen, welcher Pfad der 'richtige' ist, weshalb er lediglich die Möglichkeit eines Evolutionsversagens durch geeignete Ordnungspolitik minimieren kann. Es bleibt jedoch sinnvoll, durch kollektives oder staatliches Handeln 'Irrtümer' der Evolution zu korrigieren. Ackermann analysiert drei Ursachen für die Inflexibilität von Institutionen: Koordinationseffekte, Komplementaritätseffekte und die selbstverstärkende Wirkung tradierter Denkschemata. Für Reformbemühungen ergeben sich aus diesen Ursachen unterschiedliche Probleme, was die Erfolgsaussichten für Reformen erhöht, wenn die Ursachen für das Beharrungsvermögen unerwünschter Regeln richtig diagnostiziert werden. Dies wird am Beispiel der Transformation ehemals soz