Bookbot

Die neuen Kriege

Hodnotenie knihy

Viac o knihe

Die Welt ist seit dem Ende des Kalten Krieges nicht friedlicher geworden, sondern hat sich in Bezug auf Gewaltformen gewandelt. Der Politologe Herfried Münkler analysiert, dass "neue Kriege" die traditionellen Konflikte abgelöst haben. Während früher Staaten als Monopolisten des Krieges agierten, dominieren heute lokale Kriegsherren, Söldnerfirmen und Guerillagruppen. Diese Kämpfe drehen sich oft um Bodenschätze oder ethnische Vorherrschaft und können Jahrzehnte andauern. Tragischerweise sind nicht mehr Soldaten die Hauptopfer, sondern Zivilisten, die in etwa 80 Prozent der Fälle getötet werden. Münkler beschreibt, wie Zivilisten gezielt angegriffen werden, sei es durch ethnische Säuberungen oder durch Plünderungen, um den Krieg zu finanzieren. Er argumentiert, dass Armut weniger eine Ursache für Kriege ist, sondern vielmehr eine Folge. Die "Ökonomie der neuen Kriege" spielt eine zentrale Rolle, wobei politische Ziele oft in den Hintergrund treten und "Kriegsunternehmer" die Kämpfe für den eigenen Profit führen. Trotz gelegentlichem Politologen-Jargon bietet Münkler eine gut lesbare Analyse der Erscheinungsformen und Ursachen dieser Konflikte und vergleicht sie mit dem Dreißigjährigen Krieg, was zeigt, dass die "neuen Kriege" einen Rückschritt in eine vermeintlich überwundene Vergangenheit darstellen.

Nákup knihy

Die neuen Kriege, Herfried Münkler

Jazyk
Rok vydania
2002
product-detail.submit-box.info.binding
(mäkká)
Túto kópiu už nemáme.
alebo
Zobraziť dostupné vydanie

Platobné metódy

3,9
Veľmi dobrá
90 Hodnotenie

Tu nám chýba tvoja recenzia

Jazyk
nemecky
Vydavateľ
BpB
Rok vydania
2002
Väzba
mäkká
ISBN10
3893314652
ISBN13
9783893314652
Série
Pôvodný názov
Die neuen Kriege
Hodnotenie
3,9 z 5
Anotácia
Die Welt ist seit dem Ende des Kalten Krieges nicht friedlicher geworden, sondern hat sich in Bezug auf Gewaltformen gewandelt. Der Politologe Herfried Münkler analysiert, dass "neue Kriege" die traditionellen Konflikte abgelöst haben. Während früher Staaten als Monopolisten des Krieges agierten, dominieren heute lokale Kriegsherren, Söldnerfirmen und Guerillagruppen. Diese Kämpfe drehen sich oft um Bodenschätze oder ethnische Vorherrschaft und können Jahrzehnte andauern. Tragischerweise sind nicht mehr Soldaten die Hauptopfer, sondern Zivilisten, die in etwa 80 Prozent der Fälle getötet werden. Münkler beschreibt, wie Zivilisten gezielt angegriffen werden, sei es durch ethnische Säuberungen oder durch Plünderungen, um den Krieg zu finanzieren. Er argumentiert, dass Armut weniger eine Ursache für Kriege ist, sondern vielmehr eine Folge. Die "Ökonomie der neuen Kriege" spielt eine zentrale Rolle, wobei politische Ziele oft in den Hintergrund treten und "Kriegsunternehmer" die Kämpfe für den eigenen Profit führen. Trotz gelegentlichem Politologen-Jargon bietet Münkler eine gut lesbare Analyse der Erscheinungsformen und Ursachen dieser Konflikte und vergleicht sie mit dem Dreißigjährigen Krieg, was zeigt, dass die "neuen Kriege" einen Rückschritt in eine vermeintlich überwundene Vergangenheit darstellen.