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Nur über ihre Leiche

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„Der Tod einer schönen Frau“ proklamierte Edgar Allan Poe 1846 als das poetischste Thema auf der Erde. Diese Verbindung von Weiblichkeit und Tod könnte als Ausdruck nekrophiler Misogynie oder sadomasochistischer Fantasie abgetan werden. Doch das Buch nimmt den schauerlichen Genuss dieser Vorstellung ernst und untersucht die Lüste, Ängste und Sinnstiftung, die in dieser Todesfantasie zum Ausdruck kommen. Die Verknüpfung von Tod, Weiblichkeit und Ästhetik bildet ein reichhaltiges und beunruhigendes Fundament unserer Bild- und Erzählkultur. Die Argumente von Elisabeth Bronfen sind schwer zu erfassen und erfordern ein wiederholtes Nachdenken. Dieses Buch wird oft nur zögerlich zurückgegeben, da es die Leser dazu bringt, die sich wandelnden Wahrheiten von Sex und Tod zu reflektieren. Die Untersuchung ist ein Markstein in der Forschung zur Geschlechterdifferenz, wobei feministische Anliegen nicht entschärft, sondern durch kulturelle Kontextualisierung an Tiefe und Brisanz gewinnen. Bronfen gibt den Musen einen Teil ihrer Macht zurück und nutzt das Bild der toten Frau als Topos für eine umfassende Kulturkritik, die stark auf den Prozess der Lektüre angewiesen ist.

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Nur über ihre Leiche, Elisabeth Bronfen

Jazyk
Rok vydania
1996
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Platobné metódy

3,0
Dobrá
1 Hodnotenie

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Titul
Nur über ihre Leiche
Jazyk
nemecky
Rok vydania
1996
Počet strán
646
ISBN10
3423047038
ISBN13
9783423047036
Série
Pôvodný názov
Over her dead body
Hodnotenie
3 z 5
Anotácia
„Der Tod einer schönen Frau“ proklamierte Edgar Allan Poe 1846 als das poetischste Thema auf der Erde. Diese Verbindung von Weiblichkeit und Tod könnte als Ausdruck nekrophiler Misogynie oder sadomasochistischer Fantasie abgetan werden. Doch das Buch nimmt den schauerlichen Genuss dieser Vorstellung ernst und untersucht die Lüste, Ängste und Sinnstiftung, die in dieser Todesfantasie zum Ausdruck kommen. Die Verknüpfung von Tod, Weiblichkeit und Ästhetik bildet ein reichhaltiges und beunruhigendes Fundament unserer Bild- und Erzählkultur. Die Argumente von Elisabeth Bronfen sind schwer zu erfassen und erfordern ein wiederholtes Nachdenken. Dieses Buch wird oft nur zögerlich zurückgegeben, da es die Leser dazu bringt, die sich wandelnden Wahrheiten von Sex und Tod zu reflektieren. Die Untersuchung ist ein Markstein in der Forschung zur Geschlechterdifferenz, wobei feministische Anliegen nicht entschärft, sondern durch kulturelle Kontextualisierung an Tiefe und Brisanz gewinnen. Bronfen gibt den Musen einen Teil ihrer Macht zurück und nutzt das Bild der toten Frau als Topos für eine umfassende Kulturkritik, die stark auf den Prozess der Lektüre angewiesen ist.