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Film und Stereotyp

Eine Herausforderung für das Kino und die Filmtheorie. Zur Geschichte eines Mediendiskurses

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Seit den 20er Jahren wird im Mainstream-Kino von Kritikern und Theoretikern die Neigung zu Klischees und konventionellen Bildern hervorgehoben, was zu intensiven Debatten führte. Jörg Schweinitz beschreibt diese Tendenz mit dem Begriff Stereotyp, der die Ambivalenz zwischen Funktionalität und kritischem Blick umfasst. Er untersucht Stereotyptheorien aus verschiedenen Disziplinen, um zentrale Aspekte filmischer Stereotypik zu modellieren. Besonders interessiert ihn, welche Denkweisen in den film- und kulturtheoretischen Diskussionen gegenüber der Herausforderung durch Stereotypen entwickelt wurden. Die Analyse beleuchtet die Entwicklung des Diskurses über das Thema im 20. Jahrhundert, wobei Autoren wie Hugo Münsterberg, Walther Rathenau, Béla Balázs und viele andere bedeutende Beiträge geleistet haben. Der Diskurs begann mit fundamentaler Kritik und entwickelte sich zur postmodernen Auseinandersetzung mit Stereotypen. In detaillierten Filmanalysen wird gezeigt, wie Filmemacher die Herausforderung durch Stereotypen aufnahmen. Es treten verschiedene ästhetische Modelle der Anverwandlung und Selbstreflexion von Stereotypen auf, von ironischer Reflexion bis hin zur Verklärung. So entsteht eine Geschichte des theoretischen und kinematographischen Diskurses zu einem zentralen Thema des Kinos, das auch über filmische Grenzen hinaus von medienwissenschaftlichem Interesse ist.

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Film und Stereotyp, Jörg Schweinitz

Jazyk
Rok vydania
2006
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(pevná),
Stav knihy
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Cena
5,19 €

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Titul
Film und Stereotyp
Podtitul
Eine Herausforderung für das Kino und die Filmtheorie. Zur Geschichte eines Mediendiskurses
Jazyk
nemecky
Vydavateľ
Akad.-Verl.
Rok vydania
2006
Väzba
pevná
Počet strán
323
ISBN10
3050042826
ISBN13
9783050042824
Hodnotenie
4,25 z 5
Anotácia
Seit den 20er Jahren wird im Mainstream-Kino von Kritikern und Theoretikern die Neigung zu Klischees und konventionellen Bildern hervorgehoben, was zu intensiven Debatten führte. Jörg Schweinitz beschreibt diese Tendenz mit dem Begriff Stereotyp, der die Ambivalenz zwischen Funktionalität und kritischem Blick umfasst. Er untersucht Stereotyptheorien aus verschiedenen Disziplinen, um zentrale Aspekte filmischer Stereotypik zu modellieren. Besonders interessiert ihn, welche Denkweisen in den film- und kulturtheoretischen Diskussionen gegenüber der Herausforderung durch Stereotypen entwickelt wurden. Die Analyse beleuchtet die Entwicklung des Diskurses über das Thema im 20. Jahrhundert, wobei Autoren wie Hugo Münsterberg, Walther Rathenau, Béla Balázs und viele andere bedeutende Beiträge geleistet haben. Der Diskurs begann mit fundamentaler Kritik und entwickelte sich zur postmodernen Auseinandersetzung mit Stereotypen. In detaillierten Filmanalysen wird gezeigt, wie Filmemacher die Herausforderung durch Stereotypen aufnahmen. Es treten verschiedene ästhetische Modelle der Anverwandlung und Selbstreflexion von Stereotypen auf, von ironischer Reflexion bis hin zur Verklärung. So entsteht eine Geschichte des theoretischen und kinematographischen Diskurses zu einem zentralen Thema des Kinos, das auch über filmische Grenzen hinaus von medienwissenschaftlichem Interesse ist.