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Kampf um die Geschichte

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Dem westlichen Sieg im Kalten Krieg folgte der Sieg des 'historischen Revisionismus' in der Geschichtsbetrachtung. Diese Strömung verbindet sich mit Namen wie François Furet, Andreas Hillgruber, Ernst Nolte oder Carl Schmitt. Sie dämonisiert die Revolution von 1789 nicht weniger als die von 1917, verklärt den 'liberalen Westen' und verdrängt dessen koloniale Tradition. Das gilt für die Gräuel an den Kolonialvölkern und die den 'minderwertigen Rassen' auferlegte Zwangsarbeit ebenso wie für den Wettlauf der kolonialen Großmächte und die beiden Weltkriege. Rätselhaft bleiben aber auch der Nazismus, der diese Tradition noch radikalisierte, und der Völkermord an den Juden, die von Hitler beschuldigt wurden, Drahtzieher der Oktoberrevolution und des antikolonialen Aufbegehrens zu sein. Indem er die koloniale Tradition zum Ausgangspunkt macht, gelingt Domenico Losurdo eine originelle Re-Interpretation der neueren Geschichte und eine prägnante Kritik von Geschichtsbild und Grundbegriffen der modernen Gegenaufklärung.

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Kampf um die Geschichte, Domenico Losurdo

Jazyk
Rok vydania
2007
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(mäkká)
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Titul
Kampf um die Geschichte
Jazyk
nemecky
Vydavateľ
PapyRossa-Verl.
Rok vydania
2007
Väzba
mäkká
Počet strán
304
ISBN10
3894383658
ISBN13
9783894383657
Série
Pôvodný názov
Il revisionismo storico
Hodnotenie
3,65 z 5
Anotácia
Dem westlichen Sieg im Kalten Krieg folgte der Sieg des 'historischen Revisionismus' in der Geschichtsbetrachtung. Diese Strömung verbindet sich mit Namen wie François Furet, Andreas Hillgruber, Ernst Nolte oder Carl Schmitt. Sie dämonisiert die Revolution von 1789 nicht weniger als die von 1917, verklärt den 'liberalen Westen' und verdrängt dessen koloniale Tradition. Das gilt für die Gräuel an den Kolonialvölkern und die den 'minderwertigen Rassen' auferlegte Zwangsarbeit ebenso wie für den Wettlauf der kolonialen Großmächte und die beiden Weltkriege. Rätselhaft bleiben aber auch der Nazismus, der diese Tradition noch radikalisierte, und der Völkermord an den Juden, die von Hitler beschuldigt wurden, Drahtzieher der Oktoberrevolution und des antikolonialen Aufbegehrens zu sein. Indem er die koloniale Tradition zum Ausgangspunkt macht, gelingt Domenico Losurdo eine originelle Re-Interpretation der neueren Geschichte und eine prägnante Kritik von Geschichtsbild und Grundbegriffen der modernen Gegenaufklärung.