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Archäologie der Phantasie

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Der Band versammelt die Beiträge der Tagung 'Archaeologie der Phantasie', die im Rahmen der Kulturtage Lana 08 stattfand. Das internationale Symposium widmet sich einer Perspektivenverschiebung, die durch den 'pictorial turn' verstärkt wurde und zu einer Wendung der Literatur- und Kunstwissenschaften von der "Stasis der memoria" zur "Dynamik der Imagination" (E. Lobsien) führte. Die Beiträge thematisieren das Zusammenspiel von imaginatio, ratio und memoria als mentale und mediale Einheit, die für die Produktion materieller Artefakte entscheidend ist, um innere Bilder anzustoßen und zu intensivieren. Eine Kommunikation zwischen Welt und Seele kann, basierend auf antiken und mittelalterlichen Wahrnehmungstheorien, nur durch pneumatisch generierte Phantasmen gelingen. Physische Reize aller fünf Sinne (sensus exteriores) erhalten durch ihre Übersetzung in die Sprache der imagines eine subtile Präsenz im psychischen Apparat der Wahrnehmung. Das Imaginäre ist im Mittelalter nicht der Gegenbegriff zum Realen, sondern dessen einzige psychische Form. In dieser Hinsicht ist die "Realität der inneren Bilder" besonders anfällig für die Wirkungen von Melancholie (G. Agamben), Eros und Magie (I. Culianu).

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Archäologie der Phantasie, Elmar Locher

Jazyk
Rok vydania
2012
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(pevná)
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Titul
Archäologie der Phantasie
Jazyk
nemecky
Vydavateľ
StudienVerl.
Rok vydania
2012
Väzba
pevná
Počet strán
358
ISBN10
3706547899
ISBN13
9783706547895
Série
Anotácia
Der Band versammelt die Beiträge der Tagung 'Archaeologie der Phantasie', die im Rahmen der Kulturtage Lana 08 stattfand. Das internationale Symposium widmet sich einer Perspektivenverschiebung, die durch den 'pictorial turn' verstärkt wurde und zu einer Wendung der Literatur- und Kunstwissenschaften von der "Stasis der memoria" zur "Dynamik der Imagination" (E. Lobsien) führte. Die Beiträge thematisieren das Zusammenspiel von imaginatio, ratio und memoria als mentale und mediale Einheit, die für die Produktion materieller Artefakte entscheidend ist, um innere Bilder anzustoßen und zu intensivieren. Eine Kommunikation zwischen Welt und Seele kann, basierend auf antiken und mittelalterlichen Wahrnehmungstheorien, nur durch pneumatisch generierte Phantasmen gelingen. Physische Reize aller fünf Sinne (sensus exteriores) erhalten durch ihre Übersetzung in die Sprache der imagines eine subtile Präsenz im psychischen Apparat der Wahrnehmung. Das Imaginäre ist im Mittelalter nicht der Gegenbegriff zum Realen, sondern dessen einzige psychische Form. In dieser Hinsicht ist die "Realität der inneren Bilder" besonders anfällig für die Wirkungen von Melancholie (G. Agamben), Eros und Magie (I. Culianu).