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Behinderte Menschen in Antike und Christentum

Zur Geschichte und Ethik der Inklusion

Viac o knihe

In Deutschland hat die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen seit ihrer Ratifikation verfassungsrechtlichen Status als Menschenrecht. Die Bundesregierung verpflichtet sich, jedem Kind, unabhängig von seinen Fähigkeiten, freie Schulwahl zu ermöglichen und behinderten Menschen selbstbestimmte, diskriminierungsfreie Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu bieten. Dies erfordert ein Umdenken, das Einschränkungen als Teil menschlicher Vielfalt betrachtet und die Dichotomie zwischen nichtbehindert/behindert, normal/anormal überwindet. Die praktische Umsetzung gestaltet sich jedoch als herausfordernd, und der Begriff Inklusion hat sich in der politischen Debatte oft als Kampfbegriff etabliert. Um Teilhabe nicht nur als Etikett zu verstehen, ist ein gesellschaftlicher Diskurs über die grundlegende Bedeutung von Inklusion als sozial- und bildungspolitisches Prinzip notwendig. Dieses Buch leistet einen Beitrag zu anthropologischen, gesellschaftlichen und ethischen Fragen im Kontext der Inklusionsdebatte und betrachtet historische Perspektiven. Es untersucht inklusive und nicht-normative Vorstellungen sowie Denktraditionen in der Antike, im Christentum und der europäischen Kulturgeschichte, wo Schwäche, Alter, Krankheit und Behinderung stets zum Menschsein gehörten. Ziel ist es, die Geschichte unserer gegenwärtigen Ethik zu verstehen, indem wir ihre Entstehungsprozesse beleuchten.

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Behinderte Menschen in Antike und Christentum, Josef N. Neumann

Jazyk
Rok vydania
2017
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Titul
Behinderte Menschen in Antike und Christentum
Podtitul
Zur Geschichte und Ethik der Inklusion
Jazyk
nemecky
Vydavateľ
Hiersemann
Rok vydania
2017
Počet strán
257
ISBN10
3777217131
ISBN13
9783777217130
Série
Anotácia
In Deutschland hat die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen seit ihrer Ratifikation verfassungsrechtlichen Status als Menschenrecht. Die Bundesregierung verpflichtet sich, jedem Kind, unabhängig von seinen Fähigkeiten, freie Schulwahl zu ermöglichen und behinderten Menschen selbstbestimmte, diskriminierungsfreie Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu bieten. Dies erfordert ein Umdenken, das Einschränkungen als Teil menschlicher Vielfalt betrachtet und die Dichotomie zwischen nichtbehindert/behindert, normal/anormal überwindet. Die praktische Umsetzung gestaltet sich jedoch als herausfordernd, und der Begriff Inklusion hat sich in der politischen Debatte oft als Kampfbegriff etabliert. Um Teilhabe nicht nur als Etikett zu verstehen, ist ein gesellschaftlicher Diskurs über die grundlegende Bedeutung von Inklusion als sozial- und bildungspolitisches Prinzip notwendig. Dieses Buch leistet einen Beitrag zu anthropologischen, gesellschaftlichen und ethischen Fragen im Kontext der Inklusionsdebatte und betrachtet historische Perspektiven. Es untersucht inklusive und nicht-normative Vorstellungen sowie Denktraditionen in der Antike, im Christentum und der europäischen Kulturgeschichte, wo Schwäche, Alter, Krankheit und Behinderung stets zum Menschsein gehörten. Ziel ist es, die Geschichte unserer gegenwärtigen Ethik zu verstehen, indem wir ihre Entstehungsprozesse beleuchten.