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Versehrtes Erkennen

Zur Refokalisierung von Theorie im Exil bei Walter Benjamin und Siegfried Kracauer

Viac o knihe

Die vorliegende Studie untersucht, wie Walter Benjamin und Siegfried Kracauer ihre Exilerfahrungen zur Re-Organisation des eigenen theoretischen Schreibens nutzbar gemacht haben. Angesichts des Exils mussten strengere Anforderungen an Theorie gestellt werden: Weder die Voraussetzung eines souveränen Autorensubjekts, noch diejenige einer neutralen Beschreibungssprache oder -systematik konnte aufrecht erhalten werden, wollte man die als zerstörerisch erfahrenen strukturellen Herrschaftsmechanismen nicht fortschreiben. Das Ergebnis waren Texte, deren Verfahrensweisen sich stark an der Selbstproblematisierung der eigenen Wissensperspektive ausrichteten, ohne dadurch ihre politische Ausrichtung preiszugeben. Sowohl Benjamins »Kunstwerkaufsatz« als auch Kracauers »Geschichtsbuch« werden so als politische Epistemologien lesbar, die gerade im Kontrast mit jüngeren Ansätzen (Derrida, Menke) ihre Eigenständigkeit und Radikalität zeigen.

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Versehrtes Erkennen, Matthias Schmidt

Jazyk
Rok vydania
2023
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Titul
Versehrtes Erkennen
Podtitul
Zur Refokalisierung von Theorie im Exil bei Walter Benjamin und Siegfried Kracauer
Jazyk
nemecky
Rok vydania
2023
Počet strán
344
ISBN10
3826070321
ISBN13
9783826070327
Série
Anotácia
Die vorliegende Studie untersucht, wie Walter Benjamin und Siegfried Kracauer ihre Exilerfahrungen zur Re-Organisation des eigenen theoretischen Schreibens nutzbar gemacht haben. Angesichts des Exils mussten strengere Anforderungen an Theorie gestellt werden: Weder die Voraussetzung eines souveränen Autorensubjekts, noch diejenige einer neutralen Beschreibungssprache oder -systematik konnte aufrecht erhalten werden, wollte man die als zerstörerisch erfahrenen strukturellen Herrschaftsmechanismen nicht fortschreiben. Das Ergebnis waren Texte, deren Verfahrensweisen sich stark an der Selbstproblematisierung der eigenen Wissensperspektive ausrichteten, ohne dadurch ihre politische Ausrichtung preiszugeben. Sowohl Benjamins »Kunstwerkaufsatz« als auch Kracauers »Geschichtsbuch« werden so als politische Epistemologien lesbar, die gerade im Kontrast mit jüngeren Ansätzen (Derrida, Menke) ihre Eigenständigkeit und Radikalität zeigen.