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Günter Grass Werkkommentare/»Das Treffen in Telgte«

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Johann Matthias Schneuber, Daniel Czepko von Reigersfeld und Jesajas Rompler von Löwenhalt – selbst Fachleute könnten Schwierigkeiten haben, mit diesen Namen konkrete Informationen zu verbinden. In einer Erzählung versammelt Günter Grass rund zwanzig barocke Poeten und Komponisten in einem münsterländischen Dorf während des Dreißigjährigen Krieges. Dort diskutieren sie leidenschaftlich über die Zukunft der deutschen Sprache, die Entwicklung der Literatur und die Vereinigung eines politisch, religiös und kulturell gespaltenen Landes zu einer deutschen Kulturnation. Es wäre fatal, dieses Meisterwerk aufgrund historischer Distanz und der scheinbaren Fremdheit der Figuren als zu schwierig abzutun. Hier ist die Notwendigkeit eines Kommentars besonders ausgeprägt, um die Figuren näherzubringen, kulturhistorische Zusammenhänge zu erläutern und die Raffinesse des Erzählers zu verdeutlichen. Dadurch wird klar, dass es um weit mehr geht als um ein historisch und geographisch entferntes Dichter-Treffen oder eine Reflexion der Gruppe 47. Der „plaisir du texte“, der „Lesespaß“, wird deutlich, wenn man sich auf den „Schreibspaß“ einlässt, den der Autor einst empfand.

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Günter Grass Werkkommentare/»Das Treffen in Telgte«, Werner Frizen

Jazyk
Rok vydania
2023
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(pevná)
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Titul
Günter Grass Werkkommentare/»Das Treffen in Telgte«
Jazyk
nemecky
Vydavateľ
De Gruyter
Rok vydania
2023
Väzba
pevná
Počet strán
266
ISBN10
3111192113
ISBN13
9783111192116
Série
Anotácia
Johann Matthias Schneuber, Daniel Czepko von Reigersfeld und Jesajas Rompler von Löwenhalt – selbst Fachleute könnten Schwierigkeiten haben, mit diesen Namen konkrete Informationen zu verbinden. In einer Erzählung versammelt Günter Grass rund zwanzig barocke Poeten und Komponisten in einem münsterländischen Dorf während des Dreißigjährigen Krieges. Dort diskutieren sie leidenschaftlich über die Zukunft der deutschen Sprache, die Entwicklung der Literatur und die Vereinigung eines politisch, religiös und kulturell gespaltenen Landes zu einer deutschen Kulturnation. Es wäre fatal, dieses Meisterwerk aufgrund historischer Distanz und der scheinbaren Fremdheit der Figuren als zu schwierig abzutun. Hier ist die Notwendigkeit eines Kommentars besonders ausgeprägt, um die Figuren näherzubringen, kulturhistorische Zusammenhänge zu erläutern und die Raffinesse des Erzählers zu verdeutlichen. Dadurch wird klar, dass es um weit mehr geht als um ein historisch und geographisch entferntes Dichter-Treffen oder eine Reflexion der Gruppe 47. Der „plaisir du texte“, der „Lesespaß“, wird deutlich, wenn man sich auf den „Schreibspaß“ einlässt, den der Autor einst empfand.