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Wozu Psychoanalyse?

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Die Psychoanalyse steckt heute in einer vehementen, noch nie dagewesenen Krise. Die Autorin sieht die Psychoanalyse konfrontiert mit den nicht zu bestreitenden Fortschritten der Psychiatrie und der Pharmakologie, für deren Vertreter Gedanken, Gefühle oder Triebe nichts anderes darstellen als Abläufe chemischer Reaktionen im Gehirn. Der Vormarsch der Kognitions- und Neurowissenschaften, die Amerikanisierung des Unbewußten - ist das nicht ein Generalangriff auf die Psychoanalyse schlechthin? Hat die Psychoanalyse also überhaupt noch eine Zukunft? Die symptomatischen Behandlungsansätze der kognitiven und pharmakologischen Therapie reduzieren den Menschen auf sein funktionales und biologisches Dasein (Gehirn-Maschine), in der er seine Subjektivität verliert. Von ihrer philosophisch- sozialwissenschaftlichen Position aus setzt die Autorin dem eine Konzeption von der Freiheit des Individuums entgegen, die in der Psychoanalyse nach wie vor eine zentrale Rolle spielt. Dabei diagnostiziert Roudinesco zugleich den Zustand unserer Gesellschaft (la société dépressive), um sich schließlich mit der Psychoanalyse in ihrer heutigen institutionalisierten Form auseinanderzusetzen. Hierbei spart sie nicht mit Kritik und greift vor allem zentralistische und autoritär-bürokratische Zustände sowie ihre Fixierung auf Meisterdenker an.

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Wozu Psychoanalyse?, Élisabeth Roudinesco

Jazyk
Rok vydania
2002
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2,0
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Titul
Wozu Psychoanalyse?
Jazyk
nemecky
Vydavateľ
Klett-Cotta
Rok vydania
2002
Väzba
mäkká
Počet strán
198
ISBN10
3608942882
ISBN13
9783608942880
Série
Hodnotenie
2 z 5
Anotácia
Die Psychoanalyse steckt heute in einer vehementen, noch nie dagewesenen Krise. Die Autorin sieht die Psychoanalyse konfrontiert mit den nicht zu bestreitenden Fortschritten der Psychiatrie und der Pharmakologie, für deren Vertreter Gedanken, Gefühle oder Triebe nichts anderes darstellen als Abläufe chemischer Reaktionen im Gehirn. Der Vormarsch der Kognitions- und Neurowissenschaften, die Amerikanisierung des Unbewußten - ist das nicht ein Generalangriff auf die Psychoanalyse schlechthin? Hat die Psychoanalyse also überhaupt noch eine Zukunft? Die symptomatischen Behandlungsansätze der kognitiven und pharmakologischen Therapie reduzieren den Menschen auf sein funktionales und biologisches Dasein (Gehirn-Maschine), in der er seine Subjektivität verliert. Von ihrer philosophisch- sozialwissenschaftlichen Position aus setzt die Autorin dem eine Konzeption von der Freiheit des Individuums entgegen, die in der Psychoanalyse nach wie vor eine zentrale Rolle spielt. Dabei diagnostiziert Roudinesco zugleich den Zustand unserer Gesellschaft (la société dépressive), um sich schließlich mit der Psychoanalyse in ihrer heutigen institutionalisierten Form auseinanderzusetzen. Hierbei spart sie nicht mit Kritik und greift vor allem zentralistische und autoritär-bürokratische Zustände sowie ihre Fixierung auf Meisterdenker an.