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"Jeder Staat wird auf Gewalt gegründet." Dieses Zitat von Leo Trotzki verdeutlicht den normativen Charakter kommunistischer Herrschaft und deren Expansion. Mit der Machtergreifung der Bolschewisten im Oktober 1917 wurde das Russische Zarenreich in eine kommunistische Ein-Parteien-Diktatur verwandelt, was auch Europa grundlegend veränderte. Anlässlich des 100. Jahrestages des Oktoberputsches organisierte die Technische Universität Chemnitz eine Konferenz, die interdisziplinär die Ereignisse von 1917 und deren Bedeutung für post-sowjetische und europäische Gesellschaften behandelte. Die Beiträge thematisieren nicht nur das Revolutionsgeschehen, sondern auch die Verantwortung von Lenin und Stalin für die bolschewistischen Verbrechen. Ein zentrales Ergebnis der Diskussion ist die Erkenntnis eines schleppenden interkulturellen Dialogs über die bolschewistischen Massenmorde. Trotz unterschiedlicher Interpretationen des Revolutionsgeschehens bleibt festzustellen: 1917 war eine Weltwende. Der Band umfasst verschiedene Perspektiven, darunter ideologische Grundlagen, die Rolle von Terror und Gewalt sowie aktuelle Herausforderungen im Umgang mit der Geschichte. Themen wie die Kanonisierung von Neumärtyrern in der Russisch-Orthodoxen Kirche und die Erforschung von Ermittlungsakten werden ebenfalls behandelt. Die Autoren bieten tiefere Einblicke in die komplexen Zusammenhänge von Revolution, Ideologie und deren langfristigen Auswirkungen
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Weltwende 1917, Frank-Lothar Kroll, Antonia Sophia Podhraski, Stefan Garsztecki, Lidija Alexejrewna Golovkova, Hendrik Hansen
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