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Philosophische Bibliothek - 532: Eine Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis - Neuübersetzung

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In der »Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis« entwickelt Berkeley die Lehre vom Immaterialismus, wobei die Wahrnehmung der Dinge mit den Sinnen für ihn die Grundlage allen Seins darstellt. Der Geist wird von Berkeley als aktives Prinzip verstanden. Über George Berkeley haben Zeitgenossen und Nachwelt ein zwiespältiges Urteil gefällt. J. S. Mill bezeichnet Berkeleys Theorie der erworbenen Fähigkeiten des Gesichtssinns als eine der „am wenigsten umstrittenen Lehrmeinungen“ in der Wissenschaft vom Menschen, während Diderot den Idealismus als ein „närrisches System“ abtut. Kritiker wie Diderot übersehen oft, dass Berkeley, indem er die Existenz der Materie bestreitet, keine Tatsachen negiert, die unsere Sinne bezeugen. Sein Idealismus anerkennt nur Geisteswesen und Ideen als existierend, stellt jedoch die Naturordnung nicht in Frage. Vielmehr ermöglicht ihm diese Sichtweise, das gesetzmäßige Naturgeschehen als Sinnzusammenhang und als Zeichensprache Gottes zu deuten, basierend auf dem Grundsatz, dass alles, was nach einer Regel geschieht, von etwas ausgehen muss, das diese Regel versteht. Berkeleys Lehre, die aus der Kritik an Locke und Malebranche hervorging, erkennt allein den Geist als Substanz an und hat, oft missverstanden, bis in die Gegenwart hinein eine bedeutende Wirkung.

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Philosophische Bibliothek - 532: Eine Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis - Neuübersetzung, George Berkeley, Arend Kulenkampff

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Jazyk
nemecky
Vydavateľ
Meiner
Rok vydania
2004
Väzba
mäkká
Počet strán
125
ISBN10
3787316388
ISBN13
9783787316380
Série
Hodnotenie
3,55 z 5
Anotácia
In der »Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis« entwickelt Berkeley die Lehre vom Immaterialismus, wobei die Wahrnehmung der Dinge mit den Sinnen für ihn die Grundlage allen Seins darstellt. Der Geist wird von Berkeley als aktives Prinzip verstanden. Über George Berkeley haben Zeitgenossen und Nachwelt ein zwiespältiges Urteil gefällt. J. S. Mill bezeichnet Berkeleys Theorie der erworbenen Fähigkeiten des Gesichtssinns als eine der „am wenigsten umstrittenen Lehrmeinungen“ in der Wissenschaft vom Menschen, während Diderot den Idealismus als ein „närrisches System“ abtut. Kritiker wie Diderot übersehen oft, dass Berkeley, indem er die Existenz der Materie bestreitet, keine Tatsachen negiert, die unsere Sinne bezeugen. Sein Idealismus anerkennt nur Geisteswesen und Ideen als existierend, stellt jedoch die Naturordnung nicht in Frage. Vielmehr ermöglicht ihm diese Sichtweise, das gesetzmäßige Naturgeschehen als Sinnzusammenhang und als Zeichensprache Gottes zu deuten, basierend auf dem Grundsatz, dass alles, was nach einer Regel geschieht, von etwas ausgehen muss, das diese Regel versteht. Berkeleys Lehre, die aus der Kritik an Locke und Malebranche hervorging, erkennt allein den Geist als Substanz an und hat, oft missverstanden, bis in die Gegenwart hinein eine bedeutende Wirkung.