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Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft - 419: Zur Kritik der idealistischen Ästhetik

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Ein zentrales Problem gegenwärtiger Ästhetik ist die Überwindung der schlechten Alternative zwischen der abstrakten Wiederaufnahme der avantgardistischen Forderung einer Aufhebung der Kunst in die Lebenspraxis und einer nicht minder abstrakten Bestätigung der herrschenden Institution Kunst. Sie ist nur durch Kritik herbeizuführen. Ihr Gegenstand wären die Kategorien der Autonomieästhetik: Das Genie, der auratische Werkbegriff und die kontemplative Rezeption. Bezugspunkt der Kritik hätte nicht ein vermeintliches Wissen von der richtigen Institutionalisierung der Kunst zu sein, sondern die Ansätze, die sich gegenwärtiger Kunstproduktion abgewinnen lassen. Wenn z.B. Peter Weiss in der "Ästhetik des Widerstands" eine Gruppe antifaschistischer proletarischer Jugendlicher darstellt, die sich Werke der Vergangenheit so aneignen, dass diese für ihre eigene gesellschaftliche Praxis Bedeutung gewinnen, dann ist darin die Möglichkeit eines nicht-auratischen Umgangs mit Kunstwerken (wenn auch nur in der Fiktion) vorgezeichnet.

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Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft - 419: Zur Kritik der idealistischen Ästhetik, Peter Bürger

Jazyk
Rok vydania
1983
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(mäkká)
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Titul
Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft - 419: Zur Kritik der idealistischen Ästhetik
Jazyk
nemecky
Vydavateľ
Suhrkamp
Rok vydania
1983
Väzba
mäkká
Počet strán
223
ISBN10
3518280198
ISBN13
9783518280195
Série
Anotácia
Ein zentrales Problem gegenwärtiger Ästhetik ist die Überwindung der schlechten Alternative zwischen der abstrakten Wiederaufnahme der avantgardistischen Forderung einer Aufhebung der Kunst in die Lebenspraxis und einer nicht minder abstrakten Bestätigung der herrschenden Institution Kunst. Sie ist nur durch Kritik herbeizuführen. Ihr Gegenstand wären die Kategorien der Autonomieästhetik: Das Genie, der auratische Werkbegriff und die kontemplative Rezeption. Bezugspunkt der Kritik hätte nicht ein vermeintliches Wissen von der richtigen Institutionalisierung der Kunst zu sein, sondern die Ansätze, die sich gegenwärtiger Kunstproduktion abgewinnen lassen. Wenn z.B. Peter Weiss in der "Ästhetik des Widerstands" eine Gruppe antifaschistischer proletarischer Jugendlicher darstellt, die sich Werke der Vergangenheit so aneignen, dass diese für ihre eigene gesellschaftliche Praxis Bedeutung gewinnen, dann ist darin die Möglichkeit eines nicht-auratischen Umgangs mit Kunstwerken (wenn auch nur in der Fiktion) vorgezeichnet.