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Unter Iren

Mein irisches Tagebuch 1963/64

Viac o knihe

Die Gründe für meine Wahl der kleinen irischen Universität Galway für ein Auslandssemester in Medizin 1963 waren eher fragwürdig. Irische Freunde vermuteten, es hätte mit einem steckengebliebenen Aufzug in Dublin zu tun. Vielleicht lag es auch daran, dass der Präsident des University College Galway in den Semesterferien keine Schreibkräfte hatte. Dennoch wurde es ein voller Erfolg. Ich entdeckte die atemberaubende irische Westküste und stellte fest, dass irische Hühner besser bekocht werden als Menschen. Das irische Bier genoss ich in vollen Zügen, ebenso wie Theater und Literatur in O’Donoghue’s Kneipe in Dublin, wo die ‘Dubliners‘ ihren Anfang nahmen. Ich lernte, dass die bösen schwarzen englischen Ratten nie auf heiligen irischen Boden treten durften und dass die irische Marine die einzige ist, in der Matrosen zum Mittagessen mit dem Fahrrad nach Hause fahren. Die tiefe Trauer über den Mord an John F. Kennedy, dem geliebten Sohn von Mutter Irland, prägte das Land, nachdem er zuvor eine berühmte Rede in Galway gehalten hatte. Medizin lernte ich ebenfalls, insbesondere die Leiden alter Fischersfrauen von den Aran-Inseln, die nur mittwochs und samstags aus dem Krankenhaus entlassen wurden. Und die irischen Mädchen? Sie haben mein Semester unvergesslich gemacht!

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Unter Iren, Thomas Lennert

Jazyk
Rok vydania
2019
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(pevná),
Stav knihy
Poškodená
Cena
2,59 €

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Podtitul
Mein irisches Tagebuch 1963/64
Jazyk
nemecky
Vydavateľ
tredition
Rok vydania
2019
Väzba
pevná
Počet strán
106
ISBN10
3749736626
ISBN13
9783749736621
Série
Anotácia
Die Gründe für meine Wahl der kleinen irischen Universität Galway für ein Auslandssemester in Medizin 1963 waren eher fragwürdig. Irische Freunde vermuteten, es hätte mit einem steckengebliebenen Aufzug in Dublin zu tun. Vielleicht lag es auch daran, dass der Präsident des University College Galway in den Semesterferien keine Schreibkräfte hatte. Dennoch wurde es ein voller Erfolg. Ich entdeckte die atemberaubende irische Westküste und stellte fest, dass irische Hühner besser bekocht werden als Menschen. Das irische Bier genoss ich in vollen Zügen, ebenso wie Theater und Literatur in O’Donoghue’s Kneipe in Dublin, wo die ‘Dubliners‘ ihren Anfang nahmen. Ich lernte, dass die bösen schwarzen englischen Ratten nie auf heiligen irischen Boden treten durften und dass die irische Marine die einzige ist, in der Matrosen zum Mittagessen mit dem Fahrrad nach Hause fahren. Die tiefe Trauer über den Mord an John F. Kennedy, dem geliebten Sohn von Mutter Irland, prägte das Land, nachdem er zuvor eine berühmte Rede in Galway gehalten hatte. Medizin lernte ich ebenfalls, insbesondere die Leiden alter Fischersfrauen von den Aran-Inseln, die nur mittwochs und samstags aus dem Krankenhaus entlassen wurden. Und die irischen Mädchen? Sie haben mein Semester unvergesslich gemacht!