Nachdenken über Corona
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Im Bereich der systematischen theoretischen Philosophie ist Willard Van Orman Quine (1908–2000) der bedeutendste englischsprachige Philosoph des 20. Jahrhunderts. Seine Leitfrage, wie man von den Reizungen der Sinnesorgane zum Äußern wissenschaftlicher Theorien über die Welt gelangt, berührt Erkenntnistheorie, Sprachphilosophie, Wissenschaftstheorie, Logik und Ontologie. Mit seinem Gedankenexperiment der radikalen Übersetzung, also der Erstübersetzung einer völlig fremden Sprache, hat Quine einen originellen Weg gefunden, sprachphilosophische und erkenntnistheoretische Grundfragen neu zu stellen.
Das Buch verschafft einen Überblick über die neuere Willensfreiheitsdebatte, wobei es auch die Konsequenzen der Hirnforschung für das Freiheitsproblem erörtert. Zum anderen entwickelt der Autor eine originelle eigene Position. Er widerspricht dem breiten philosophischen Konsens, dass jedenfalls eine Art von Freiheit mit einem naturwissenschaftlichen Weltbild unverträglich sei, nämlich die Fähigkeit, sich unter gegebenen Bedingungen so oder anders zu entscheiden. Im Buch wird argumentiert, dass dieser sogenannten libertarischen Auffassung der Freiheit, die wir im Alltag alle teilen, bei näherer Betrachtung keine Tatsachen entgegenstehen, sondern nur philosophische Doktrinen. Zwar können wir durch unser Handeln keine Naturgesetze abändern und sind auch keine ersten Beweger, aber es lässt sich zeigen, dass es dessen für ein So-oder-Anderskönnen unter gegebenen Bedingungen auch nicht bedarf.
Philosophische Beiträge
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