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Der eiserne Gustav

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Vielleicht war es das Pferd im Stall, die Schimmelstute, das Lieblingstier des alten Hackendahl, das unablässig mit dem Huf gegen das Stallpflaster schlug. Oder die erste fahle Dämmerung, die das hellere Mondlicht abgelöst hatte, die den alten Hackendahl geweckt hatte. Um drei Uhr zwanzig, am 29. Juni 1914, kämpfte der alte Mann mit der Schlafseligkeit und stöhnte: "Erich, Erich, das wirst du doch nicht tun ...!" Er fuhr hoch und starrte ins Zimmer, während Erinnerungen an seine Zeit als Wachtmeister bei den Pasewalker Kürassieren aufkamen. Der Anblick seines Pallaschs und des goldenen Adlers auf dem Helm erfüllte ihn mit Stolz. Diese Erinnerungen waren ihm wichtiger als das Ansehen, das er als erfolgreicher Geschäftsmann genoss. Voller Entschlossenheit sagte er: "Nein, Erich würde so etwas nie tun - nie!" Er stellte die Beine auf den Bettvorleger, als seine Frau aus dem Nebenbett fragte, ob er schon aufstehe. Es war erst drei Uhr. Er erklärte, dass er das Gefühl hatte, im Stall könnte etwas nicht stimmen. Um weiteren Erklärungen zu entgehen, tauchte er den Kopf in die Waschschüssel. Doch seine Frau wartete geduldig, bis er sich abgetrocknet hatte und seinen Schnurrbart in Form brachte. Dann bemerkte sie: "Du hast die ganze Nacht von Erich phantasiert, Vater ..."

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Der eiserne Gustav, Hans Fallada

Jazyk
Rok vydania
1993
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(mäkká),
Stav knihy
Veľmi dobrá
Cena
3,59 €

Platobné metódy

4,1
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56 Hodnotenie

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Titul
Der eiserne Gustav
Jazyk
nemecky
Vydavateľ
Ullstein
Rok vydania
1993
Väzba
mäkká
Počet strán
568
ISBN10
3548207618
ISBN13
9783548207612
Série
Pôvodný názov
Der eiserne Gustav
Hodnotenie
4,1 z 5
Anotácia
Vielleicht war es das Pferd im Stall, die Schimmelstute, das Lieblingstier des alten Hackendahl, das unablässig mit dem Huf gegen das Stallpflaster schlug. Oder die erste fahle Dämmerung, die das hellere Mondlicht abgelöst hatte, die den alten Hackendahl geweckt hatte. Um drei Uhr zwanzig, am 29. Juni 1914, kämpfte der alte Mann mit der Schlafseligkeit und stöhnte: "Erich, Erich, das wirst du doch nicht tun ...!" Er fuhr hoch und starrte ins Zimmer, während Erinnerungen an seine Zeit als Wachtmeister bei den Pasewalker Kürassieren aufkamen. Der Anblick seines Pallaschs und des goldenen Adlers auf dem Helm erfüllte ihn mit Stolz. Diese Erinnerungen waren ihm wichtiger als das Ansehen, das er als erfolgreicher Geschäftsmann genoss. Voller Entschlossenheit sagte er: "Nein, Erich würde so etwas nie tun - nie!" Er stellte die Beine auf den Bettvorleger, als seine Frau aus dem Nebenbett fragte, ob er schon aufstehe. Es war erst drei Uhr. Er erklärte, dass er das Gefühl hatte, im Stall könnte etwas nicht stimmen. Um weiteren Erklärungen zu entgehen, tauchte er den Kopf in die Waschschüssel. Doch seine Frau wartete geduldig, bis er sich abgetrocknet hatte und seinen Schnurrbart in Form brachte. Dann bemerkte sie: "Du hast die ganze Nacht von Erich phantasiert, Vater ..."