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Unternehmen Romeo

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Unternehmen Romeo beschreibt den perfiden Versuch der Stasi, westdeutsche Frauen durch vorgetäuschte Liebe zur Spionage zu verleiten. Ausgewählt von Psychoexperten, waren diese oft einsamen Frauen leichte Opfer für die Stasi-Verführer. Emotional und sexuell abhängig gemacht, ahnten sie nicht, dass sie unwissentlich für die Stasi arbeiteten. Über 30 Informantinnen wurden enttarnt und verurteilt, während die meisten "Romeos" straffrei blieben. Die Fernsehjournalistin Elisabeth Pfister hat einige betroffene Frauen dazu gebracht, über ihr Schicksal zu sprechen. Ihr Buch dokumentiert einfühlsam die tragischen Lebensläufe dieser Frauen, die bis heute unter dem Missbrauch ihrer Gefühle leiden. Trotz der detaillierten Lebensgeschichten bleibt die Frage nach dem Warum schwer fassbar. Es ist erschütternd, mit welcher Energie diese intelligenten Frauen alles beseitigten, was ihrem Glück im Weg stehen könnte: Zweifel, Misstrauen und Selbstbewusstsein. Sie glaubten den Lügen ihrer "geliebten Männer" und betäubten ihre Angst vor Entdeckung mit Alkohol und Tabletten. Fast alle Frauen betonen, dass sie nie aus ideologischen Gründen handelten und sehen ihr Schicksal als private Katastrophe. Sie weigern sich, Verantwortung für ihre Spionagetätigkeit und deren Folgen zu übernehmen. Pfister bemerkt, dass viele dieser Frauen "nach wie vor auf der Flucht" sind – vor der Wahrheit, der Öffentlichkeit und ihrer eigenen Vergangenheit.

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Unternehmen Romeo, Elisabeth Pfister

Jazyk
Rok vydania
2000
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Jazyk
nemecky
Rok vydania
2000
Počet strán
207
ISBN10
3746670330
ISBN13
9783746670331
Série
Anotácia
Unternehmen Romeo beschreibt den perfiden Versuch der Stasi, westdeutsche Frauen durch vorgetäuschte Liebe zur Spionage zu verleiten. Ausgewählt von Psychoexperten, waren diese oft einsamen Frauen leichte Opfer für die Stasi-Verführer. Emotional und sexuell abhängig gemacht, ahnten sie nicht, dass sie unwissentlich für die Stasi arbeiteten. Über 30 Informantinnen wurden enttarnt und verurteilt, während die meisten "Romeos" straffrei blieben. Die Fernsehjournalistin Elisabeth Pfister hat einige betroffene Frauen dazu gebracht, über ihr Schicksal zu sprechen. Ihr Buch dokumentiert einfühlsam die tragischen Lebensläufe dieser Frauen, die bis heute unter dem Missbrauch ihrer Gefühle leiden. Trotz der detaillierten Lebensgeschichten bleibt die Frage nach dem Warum schwer fassbar. Es ist erschütternd, mit welcher Energie diese intelligenten Frauen alles beseitigten, was ihrem Glück im Weg stehen könnte: Zweifel, Misstrauen und Selbstbewusstsein. Sie glaubten den Lügen ihrer "geliebten Männer" und betäubten ihre Angst vor Entdeckung mit Alkohol und Tabletten. Fast alle Frauen betonen, dass sie nie aus ideologischen Gründen handelten und sehen ihr Schicksal als private Katastrophe. Sie weigern sich, Verantwortung für ihre Spionagetätigkeit und deren Folgen zu übernehmen. Pfister bemerkt, dass viele dieser Frauen "nach wie vor auf der Flucht" sind – vor der Wahrheit, der Öffentlichkeit und ihrer eigenen Vergangenheit.