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Die Grenzen der Interpretation

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»Würde Jack the Ripper uns sagen, er habe seine Taten aufgrund einer Inspiration begangen, die ihn beim Lesen des Evangeliums überkam, so würden wir zu der Ansicht neigen, er habe das Neue Testament auf eine Weise interpretiert, die zumindest ungewöhnlich ist.« Mag uns auch auf den ersten Blick ein geschriebener Text im Gegensatz zur flüchtigen Rede als verläßliches Zeugnis erscheinen, so erfährt jeder, der mit Texten zu tun hat, sehr bald, wie gering diese vermeintliche Sicherheit tatsächlich ist. Dem Spannungsverhältnis zwischen Autorintention und Textintention steht als noch schwierigerer Balanceakt das Verhältnis zwischen Text und Interpreten gegenüber, denn hier werden einerseits Freiräume eröffnet und andererseits Zwänge auferlegt. Eco mißtraut den Forderungen nach definierter Klarheit ebensosehr wie jenen nach unbegrenzter interpretatorischer Freiheit und zeigt in Abgrenzung von den verschiedenen Formen von Interpretationsskeptizismus, -anarchismus und -nihilismus anhand plausibler Beispielanalysen, daß nicht jede beliebige Interpretationshypothese berechtigt ist.

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Die Grenzen der Interpretation, Umberto Eco

Jazyk
Rok vydania
1999
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(mäkká)
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Titul
Die Grenzen der Interpretation
Jazyk
nemecky
Rok vydania
1999
Väzba
mäkká
Počet strán
476
ISBN10
3423301686
ISBN13
9783423301688
Série
Prvé vydanie
1990
Pôvodný názov
The Limits of Interpretation
Hodnotenie
4,15 z 5
Anotácia
»Würde Jack the Ripper uns sagen, er habe seine Taten aufgrund einer Inspiration begangen, die ihn beim Lesen des Evangeliums überkam, so würden wir zu der Ansicht neigen, er habe das Neue Testament auf eine Weise interpretiert, die zumindest ungewöhnlich ist.« Mag uns auch auf den ersten Blick ein geschriebener Text im Gegensatz zur flüchtigen Rede als verläßliches Zeugnis erscheinen, so erfährt jeder, der mit Texten zu tun hat, sehr bald, wie gering diese vermeintliche Sicherheit tatsächlich ist. Dem Spannungsverhältnis zwischen Autorintention und Textintention steht als noch schwierigerer Balanceakt das Verhältnis zwischen Text und Interpreten gegenüber, denn hier werden einerseits Freiräume eröffnet und andererseits Zwänge auferlegt. Eco mißtraut den Forderungen nach definierter Klarheit ebensosehr wie jenen nach unbegrenzter interpretatorischer Freiheit und zeigt in Abgrenzung von den verschiedenen Formen von Interpretationsskeptizismus, -anarchismus und -nihilismus anhand plausibler Beispielanalysen, daß nicht jede beliebige Interpretationshypothese berechtigt ist.