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Hemmungslos

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Der politisch visionäre Roman von Hugo Bettauer veranschaulicht das Sittenbild der 1920er Jahre und thematisiert aktuelle Fragen nach Schuld und Sühne in Krisenzeiten. Der ehemalige Freiherr Kolomann von Isbaregg kehrt desillusioniert und verarmt aus dem Ersten Weltkrieg zurück und findet sich in der neuen gesellschaftlichen Ordnung nicht mehr zurecht. Seine adelige Herkunft und militärischen Leistungen sind wertlos geworden. Isbareggs einziges Kapital sind seine guten Manieren und sein attraktives Äußeres, mit denen er die vornehme Wiener Gesellschaft täuscht, um ein standesgemäßes Leben zu führen. Betrug, Raub und Mord werden Teil seines Alltags, während er trotz seiner moralischen Zerrissenheit für kurze Momente ein letztes Funken sozialen Gewissens zeigt. In seinen destruktiven Beziehungen zu Frauen spiegelt sich seine innere Zerrissenheit wider, doch seine Gier nach Status und Reichtum bleibt dominant. Bettauer gelingt es in diesem Kriminalroman, die massiven gesellschaftlichen Umwälzungen der ersten Jahre der Zwischenkriegszeit in grellen Bildern und überzeichneten Klischees darzustellen. Die Welt der 1920er Jahre ist geprägt von einem Aufeinandertreffen unterschiedlicher Gesellschaftsentwürfe, feministischen Bewegungen und einem tief verwurzelten Antisemitismus.

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Hemmungslos, Bettauer Hugo

Jazyk
Rok vydania
2009
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(pevná)
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3,8
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29 Hodnotenie

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Jazyk
nemecky
Vydavateľ
Milena-Verl.
Rok vydania
2009
Väzba
pevná
Počet strán
174
ISBN10
3852861845
ISBN13
9783852861845
Série
Hodnotenie
3,8 z 5
Anotácia
Der politisch visionäre Roman von Hugo Bettauer veranschaulicht das Sittenbild der 1920er Jahre und thematisiert aktuelle Fragen nach Schuld und Sühne in Krisenzeiten. Der ehemalige Freiherr Kolomann von Isbaregg kehrt desillusioniert und verarmt aus dem Ersten Weltkrieg zurück und findet sich in der neuen gesellschaftlichen Ordnung nicht mehr zurecht. Seine adelige Herkunft und militärischen Leistungen sind wertlos geworden. Isbareggs einziges Kapital sind seine guten Manieren und sein attraktives Äußeres, mit denen er die vornehme Wiener Gesellschaft täuscht, um ein standesgemäßes Leben zu führen. Betrug, Raub und Mord werden Teil seines Alltags, während er trotz seiner moralischen Zerrissenheit für kurze Momente ein letztes Funken sozialen Gewissens zeigt. In seinen destruktiven Beziehungen zu Frauen spiegelt sich seine innere Zerrissenheit wider, doch seine Gier nach Status und Reichtum bleibt dominant. Bettauer gelingt es in diesem Kriminalroman, die massiven gesellschaftlichen Umwälzungen der ersten Jahre der Zwischenkriegszeit in grellen Bildern und überzeichneten Klischees darzustellen. Die Welt der 1920er Jahre ist geprägt von einem Aufeinandertreffen unterschiedlicher Gesellschaftsentwürfe, feministischen Bewegungen und einem tief verwurzelten Antisemitismus.