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Bibliothek Suhrkamp: Höllenvisionen

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Neben dem "Würfelbecher" sind die "Höllenvisionen" die einzige Sammlung von Prosagedichten, die zu Lebzeiten von Max Jacob veröffentlicht wurde. Von klassischer formaler Strenge und zugleich von überbordender Phantasie, vertiefen sie das religiöse Thema von Sünde und Verdammnis. Bilder aus der christlichen und jüdischen Mystik, Engel und Dämonen verquicken sich hier mit der Vorstellung, daß jedes kleinste Ding mit dem Makrokosmos verbunden ist. Die Welt ist von Zeichen aus dem Jenseits erfüllt, doch sind es mehr die der Hölle als die aus dem Paradies. In besonderem Maße betroffen ist, wer sich um den rechten Glauben bemüht und immer wieder erfahren muß, daß seine Sünden nicht vergeben sind. Was er für heilig gehalten hat, verwandelt sich in Dämonisches, das Gesicht des Mönchs erscheint plötzlich als Tierfratze. All das geht nicht ohne Komik, Groteske ab. In einer verwirrenden Vielfalt von Bildern vertieft und beschreibt Max Jacob ein Thema, das der Schuld, das freilich über die religiöse Dimension hinaus eine weitere moderne Bedeutung gewinnt: die Selbstentfremdung des heutigen Menschen, seine Auslieferung an destruktive Mächte. In archaisch anmutenden Bildern entsteht hier zeitgenössische Lyrik, die die großen Katastrophen unseres Jahrhunderts vorauszuahnen scheint.

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Bibliothek Suhrkamp: Höllenvisionen, Una Pfau, Max Jacob

Jazyk
Rok vydania
1985
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Titul
Bibliothek Suhrkamp: Höllenvisionen
Vydavateľ
Suhrkamp
Rok vydania
1985
Väzba
pevná
Počet strán
187
ISBN10
3518018892
ISBN13
9783518018897
Série
Anotácia
Neben dem "Würfelbecher" sind die "Höllenvisionen" die einzige Sammlung von Prosagedichten, die zu Lebzeiten von Max Jacob veröffentlicht wurde. Von klassischer formaler Strenge und zugleich von überbordender Phantasie, vertiefen sie das religiöse Thema von Sünde und Verdammnis. Bilder aus der christlichen und jüdischen Mystik, Engel und Dämonen verquicken sich hier mit der Vorstellung, daß jedes kleinste Ding mit dem Makrokosmos verbunden ist. Die Welt ist von Zeichen aus dem Jenseits erfüllt, doch sind es mehr die der Hölle als die aus dem Paradies. In besonderem Maße betroffen ist, wer sich um den rechten Glauben bemüht und immer wieder erfahren muß, daß seine Sünden nicht vergeben sind. Was er für heilig gehalten hat, verwandelt sich in Dämonisches, das Gesicht des Mönchs erscheint plötzlich als Tierfratze. All das geht nicht ohne Komik, Groteske ab. In einer verwirrenden Vielfalt von Bildern vertieft und beschreibt Max Jacob ein Thema, das der Schuld, das freilich über die religiöse Dimension hinaus eine weitere moderne Bedeutung gewinnt: die Selbstentfremdung des heutigen Menschen, seine Auslieferung an destruktive Mächte. In archaisch anmutenden Bildern entsteht hier zeitgenössische Lyrik, die die großen Katastrophen unseres Jahrhunderts vorauszuahnen scheint.