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Mohamed ist Muslim, Familienvater und Marokkaner – in dieser Reihenfolge. Nach vierzig Jahren harter Arbeit am Fließband bei Renault in Paris steht ihm die Rente bevor. Er reflektiert über sein Leben: 1962 verließ er sein Dorf in Marokko, mit nur dem Koran in der Hand, der in ein Stück vom Leichentuch seines Vaters eingeschlagen ist und den er nicht lesen kann. Seine tiefe Religiosität lässt ihm keine Assimilierung an die französischen Sitten zu, und sein Abscheu vor Fanatikern bleibt. Seine fünf Kinder haben sich von ihm entfremdet; er ist überzeugt, dass „Lafrance“ ihm zwar Arbeit gegeben hat, aber auch seine Kinder gestohlen. Er versteht ihr Französisch nicht, und während einer seiner Söhne eine Christin geheiratet hat, nennt sich der andere, Rachid, Richard. Halt findet Mohamed nur in seinem Traum, nach Marokko zurückzukehren, um das „Haus des Glücks und des Friedens“ zu bauen, in dem er seine Familie versammeln kann. Doch das überdimensionierte Haus, mit Gebetsraum, Hamam und Schwimmbecken, leidet an Wassermangel und Stromausfall – ein Zement gewordener Wahn. Er wartet auf seine Kinder, die er zum Aid el Kebir eingeladen hat, doch sie werden nicht kommen. In einem phantasmagorischen Schlussbild verschwindet Mohamed, und das Haus wird zum Grab. Das Dorf hat einen neuen Heiligen, „Mohamed, den Immigranten“, den Mann, „den die Rente getötet hatte“.

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Zurückkehren, Tahar Ben Jelloun

Jazyk
Rok vydania
2010
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(pevná)
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3,0
Dobrá
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Jazyk
nemecky
Vydavateľ
Berlin-Verl.
Rok vydania
2010
Väzba
pevná
Počet strán
141
ISBN10
3827009057
ISBN13
9783827009050
Série
Pôvodný názov
Au pays
Hodnotenie
3 z 5
Anotácia
Mohamed ist Muslim, Familienvater und Marokkaner – in dieser Reihenfolge. Nach vierzig Jahren harter Arbeit am Fließband bei Renault in Paris steht ihm die Rente bevor. Er reflektiert über sein Leben: 1962 verließ er sein Dorf in Marokko, mit nur dem Koran in der Hand, der in ein Stück vom Leichentuch seines Vaters eingeschlagen ist und den er nicht lesen kann. Seine tiefe Religiosität lässt ihm keine Assimilierung an die französischen Sitten zu, und sein Abscheu vor Fanatikern bleibt. Seine fünf Kinder haben sich von ihm entfremdet; er ist überzeugt, dass „Lafrance“ ihm zwar Arbeit gegeben hat, aber auch seine Kinder gestohlen. Er versteht ihr Französisch nicht, und während einer seiner Söhne eine Christin geheiratet hat, nennt sich der andere, Rachid, Richard. Halt findet Mohamed nur in seinem Traum, nach Marokko zurückzukehren, um das „Haus des Glücks und des Friedens“ zu bauen, in dem er seine Familie versammeln kann. Doch das überdimensionierte Haus, mit Gebetsraum, Hamam und Schwimmbecken, leidet an Wassermangel und Stromausfall – ein Zement gewordener Wahn. Er wartet auf seine Kinder, die er zum Aid el Kebir eingeladen hat, doch sie werden nicht kommen. In einem phantasmagorischen Schlussbild verschwindet Mohamed, und das Haus wird zum Grab. Das Dorf hat einen neuen Heiligen, „Mohamed, den Immigranten“, den Mann, „den die Rente getötet hatte“.